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Eigentlich wollte ich nur aus Neugier kleine praktische
Haushaltsgegenstände mit meinem neu gekauften 3D-Drucker herstellen.
Aber wenn man sich ein bisschen im Web umsieht, kommt man schnell auf
andere Sachen. Zum Beispiel Keuschheitskäfige für Männer. Das war
eigentlich nie mein Fetisch, aber etwas daran ließ mich nicht los.
Die Vorstellung, mich selbst bewusst auszuschalten, mich einer Kontrolle
zu unterwerfen, wenn auch nur in meinem eigenen Schlafzimmer, war
elektrisierend. Erst waren es ein paar Minuten. Dann eine halbe Stunde.
Dann eine Nacht. Ich gewöhnte mich daran. Und ich gewöhnte mich daran,
mit dem Gedanken zu spielen. Letzten Donnerstag hab ich's dann getan.
Ich hab' das Ding angelegt, den Schlüssel auf meinem Nachttisch liegen
lassen und bin damit zur Arbeit gefahren.
Der Weg ins Büro war wie immer: Fahrrad, zwanzig Minuten quer durch die
Stadt, die letzten Meter durch die alte Backsteinhalle, in der unser
Unternehmen sitzt. Großraumbüro, Holztische, viele Pflanzen, Laptops.
Der ganz normale Alltag. Keiner merkt was. Keiner sieht mir an, dass ich
verschlossen bin.
Aber ich merke es.
Jeder Tritt auf die Pedale, jede Vibration auf dem Sattel, selbst der
Luftzug durch die Hose, alles ist... intensiver. Der Kunststoff drückt.
Nicht schmerzhaft, aber präsent. Fast schon beruhigend, wie ein
ständiges Flüstern, dass ich heute nicht kann. Nicht darf.
Im Büro nicke ich den ersten zu, murmle meinen Gruß, wie jeden Morgen.
Sophie sitzt schon an ihrem Platz. Schwarzer Hoodie, Haare offen, wie
fast immer. Ihr Lächeln, als sie aufblickt, trifft mich härter als der
Wind auf dem Radweg. Sie ist schön, aber nicht auf die aufdringliche
Weise. Mehr wie jemand, der weiß, dass er gut aussieht, ohne es nötig zu
haben, ständig darauf hinzuweisen. Sie ist präsent. Immer.
Ich setzte mich auf meinen Platz, direkt gegenüber. Nur der Gang
zwischen uns, ein paar Monitorständer, ein unsichtbares Feld aus
Verlegenheit und Projektion. Wir scherzen oft, necken uns manchmal.
Nichts, was besonders auffällig wäre, zumindest nicht für andere. Für
mich fühlt es sich oft nach mehr an.
Aber sie ist außerhalb meiner Liga. Das weiß ich. Vielleicht macht es
das noch reizvoller.
Gegen halb zehn spüre ich das erste Mal deutlich, dass ich mich
übernommen habe. Nicht körperlich, der Käfig sitzt gut, aber mental. Der
Gedanke, den ganzen Tag hier zu sitzen, Gespräche zu führen, E-Mails zu
schreiben, während mein Schwanz in Plastik gefangen ist, macht mich...
nervös. Und geil. Gleichzeitig.
Ein Kollege ruft nach mir. Ich zucke zusammen, als hätte man mir ein
Geheimnis entrissen. Es ist nichts. Nur ein Termin, irgendein
Abstimmungsding. Ich gehe hin, nicke, rede, tue, was man eben tut. Aber
unter der Jeans ist nichts, wie es war.
Kurz nach zehn, auf dem Weg zur Kaffeemaschine, biege ich in den
Sanitärbereich ab. Nicht weil ich muss. Sondern weil ich muss. Ich
sperre mich in die Kabine, ziehe den Hosenstall auf, blicke nach unten.
Da ist er. Der Käfig. Mein kleiner, selbstgebauter Käfig.
Ich ziehe mein Handy raus. Mache ein Foto. Nur der Unterkörper. Jeans
halb heruntergezogen, das Ding sichtbar, aber anonym genug. Der Boden
ist gefliest, weiß-grau, mit diesem leicht glänzenden Schimmer.
Ich poste das Bild, schreibe nichts dazu. Einfach ein Bild. Nur ein
kleiner, weiterer, heimlicher Kick. Dann ziehe ich die Hose wieder hoch,
wasche mir die Hände und gehe zurück in den Alltag, als wäre nichts
gewesen.
Der Rest des Vormittags vergeht zäh wie Kaugummi.
Ich versuche, mich auf meine Tasks zu konzentrieren, aber mein Kopf
springt zwischen To-do-Liste, Spannung im Schritt und dem kleinen
Nervenkitzel von vorhin hin und her. Wie viele Leute werden das Bild
sehen? Wird jemand was merken? Wahrscheinlich nicht. Die Plattform ist
anonym. Niemand weiß, dass ich das war.
Gegen zwölf gehe ich mit ein paar Leuten essen. Ich bestelle eine Suppe,
esse die Hälfte und schiebe den Rest hin und her, während ich so tue,
als würde ich zuhören. Sophie sitzt nicht mit am Tisch. Sie hat sich mit
"später vielleicht" verabschiedet und ist im Büro geblieben. Als ich
zurückkomme, liegt eine Einladung im Kalender. Fünfzehn Uhr. Meetingraum
zwei. Betreff: "Kurze Abstimmung".
Eingeladen hat: Sophie.
Ich spüre, wie mir sofort heiß wird. Kurz frage ich mich, ob ich
paranoid bin, aber dann... nein. Sie wird wohl einfach was wegen dem
Kundenprojekt wollen. Wahrscheinlich. Hoffentlich.
Um drei klopfe ich an die Glastür von Raum Zwei. Sophie sitzt schon da,
Laptop auf, ein Glas Wasser vor sich. Sie sieht auf, lächelt.
"Setz dich doch", sagt sie.
Ich setze mich.
Dann klappt sie den Laptop langsam zu. Dreht ihr Smartphone daneben um,
schaltet es ein, und schiebt es über den Tisch in meine Richtung.
Ein Screenshot. Mein Bild. Mein anonymer Post.
Der Unterkörper in Jeans, der Boden, der Käfig. Alles da. Ich starre das
Bild an, dann sie. Ihr Blick ist ruhig. Nicht vorwurfsvoll. Eher...
interessiert.
"Warst du das?", fragt sie.
Ich schlucke. Suche nach einer Ausrede, nach einem Witz, irgendwas. Aber
nichts kommt. Mein Hals ist trocken. Ich spüre, wie mein Gesicht glüht.
"Ich... also... das ist nicht..."
Ich verstumme. Es ist sinnlos. Sie lehnt sich leicht vor. Ihr Blick ist
direkt.
"Ich hab' dich an den Schuhen erkannt. Die trägt hier sonst niemand.
Und...", sie tippt das Display, "das sind unsere Fliesen. Auch auf der
Damentoilette."
Ich will irgendetwas sagen, aber dann passiert etwas, mit dem ich nicht
rechne. Sie steht auf. Kommt um den Tisch herum. Bleibt direkt vor mir
stehen. Ich rieche ihr Parfum, warm, leicht blumig, vertraut. Dann legt
sie eine Hand auf meinen Schritt. Nicht grob. Nicht prüfend. Einfach
präsent. Ein kurzer Druck. Dann ein Nicken.
"Hab' ich's mir doch gedacht."
Ich bin wie gelähmt.
"Hast du den Schlüssel dabei?", fragt sie leise.
Ich schüttele den Kopf. "Er liegt zuhause."
Sie zieht ihre Hand zurück. Lächelt. "Dann hol ihn. Du wirst ihn später
brauchen."
Ich sehe sie verwirrt an.
"Nach der Arbeit heute Abend. Im 'Lido'. Du weißt schon, der Club mit
der Dachterrasse. Ich hab' dem Team gesagt, es war deine Idee."
Sie zwinkert. "Wird sicher ein netter Abend."
Dann dreht sie sich um, schnappt sich ihren Laptop und verlässt den
Raum. Zurück an meinem Platz fühlt sich alles anders an. Sophie sitzt
wieder an ihrem Schreibtisch, keine zwei Meter entfernt. Ihr Gesicht ist
neutral. Professionell. So, als hätte nichts stattgefunden. Aber ich
weiß es besser. Sie hat mich durchschaut. Und mehr noch: Sie hat
übernommen.
Mein Bildschirm ist geöffnet, aber ich arbeite nicht. Ich beobachte sie.
Ihre Hände auf der Tastatur. Die Art, wie sie ihr Haar hinter das Ohr
streicht. Wie ihre Lippen sich beim Tippen leicht bewegen, als würde sie
mit sich selbst sprechen.
Kein Blick zu mir. Kein Zeichen, dass irgendetwas geschehen ist. Dann,
nur Minuten nach dem Meeting, vibriert mein Handy. Team-Chat.
Sophie: Thomas hatte heute die Idee, nach Feierabend ins Lido zu gehen.
Wer ist dabei?
Sie schreibt es so beiläufig, als wäre es das Normalste der Welt. Ich
sehe, wie nach und nach die ersten Reaktionen reinkommen. Zwei Daumen
hoch, ein "Bin dabei!", später folgen weitere. Ich selbst schreibe
nichts. Sie sitzt da, lächelt kurz, als sie die Reaktionen liest, und
macht einfach weiter, als wäre nichts gewesen. Ich halte es kaum aus.
Die Kontrolle, die Spannung, der Druck. Nicht nur im Schritt, auch im
Kopf.
Als ich endlich nach Hause komme, ist es halb sechs.
Ich stehe in meiner Wohnung, immer noch verschlossen. Ich gehe zum
Nachttisch, öffne die Schublade. Zwei kleine Schlüssel liegen darin.
Einer darauf. Ich nehme zwei davon heraus, stecke sie in eine kleine,
schwarze Schmuckschachtel und schließe sie mit einem Gummiband. Den
dritten verstecke ich im Schlafzimmer, unter der Matratze. Einfach nur,
um irgendeine Form von Kontrolle zu behalten.
Falls sie... falls ich...
Ich ziehe mich um. Frisch geduscht, dezentes Hemd, Jeans. Nichts
Auffälliges. Aber gepflegt. Als ich den Käfig wieder anlege, kurz bevor
ich die Wohnung verlasse, spüre ich dieses Kribbeln in der Magengrube.
Eine Mischung aus Vorfreude und Angst. Was genau tut sie da? Und warum
macht mich das so an?
Der Club
Das Lido liegt im dritten Stock eines alten Fabrikgebäudes. Beton,
Lichtleisten, dunkle Möbel. Die Dachterrasse ist legendär, vor allem im
Sommer, wenn sich das halbe Kreativ-Volk der Stadt hier versammelt. Als
ich ankomme, ist die Hälfte unseres Teams schon da. Ich sehe bekannte
Gesichter, halbleere Gläser, höre Gelächter.
Sophie sitzt mittendrin.
Weißes Longsleeve, goldene Ohrringe, die Haare locker zusammengebunden.
Sie trinkt etwas mit Minze und Limette. Ein Cocktailglas in der Hand, an
dessen Strohhalm sie spielt. Unsere Blicke treffen sich. Ihr Lächeln ist
anders als sonst. Nicht beruflich, nicht höflich.
Es ist... wissend.
Ich setze mich zunächst ein Stück entfernt. Sophie ist beliebt und immer
von Leuten umringt. Ich bestelle ein Bier. Versuche, mich locker zu
geben. Aber mein Blick wandert ständig zu ihr. Und sie weiß es. Später,
als einige schon gegangen sind, steht sie plötzlich neben mir.
"Hier stehe ich und denke, du bekommst kalte Füße", sagt sie mit
gespielter Enttäuschung.
Ich lache nervös. "Wollte abwarten, wie die Stimmung ist." Sie reicht
mir die Hand.
"Gib mir die Schlüssel."
Ich sehe mich nervös um und ziehe die kleine Box aus der Jackentasche,
ich übergebe sie ihr wortlos. Sie steckt sie in ihre Tasche, als wäre es
der selbstverständlichste Vorgang der Welt. Dann beugt sie sich zu mir.
Ihr Atem ist warm an meinem Ohr.
"In fünf Minuten. Herrentoilette. Erste Kabine."
Und dann geht sie, ohne sich noch einmal umzudrehen. Ich warte ein paar
Minuten, wie sie es gesagt hat. Dann erhebe ich mich, stelle mein Bier
beiseite und schlendere scheinbar beiläufig in Richtung der Toiletten.
Der Club ist gut besucht, aber nicht überfüllt. Niemand achtet auf mich.
Die Herrentoilette liegt etwas abseits, ein kleiner Gang mit dunklem
Boden, an dessen Ende ein massiver Türrahmen in einen Raum mit drei
Urinalen und zwei Kabinen führt.
Ich betrete die erste. Schlucke. Schließe die Tür. Meine Hände sind
feucht. Mein Herz schlägt schnell. Ich atme tief durch, dann öffne ich
meine Jeans, ziehe sie mitsamt der Shorts nach unten, gerade so weit,
dass der Käfig sichtbar wird. Ich setze mich auf den Deckel. Starre die
Tür an. Warte.
Zwei Minuten vergehen. Fünf.
Meine Gedanken überschlagen sich. Was, wenn jemand anders reinkommt?
Was, wenn sie gar nicht kommt? Was, wenn ich hier einfach nur nackt
herumsitze und mir das alles eingebildet habe?
Dann hört man Schritte. Absatz auf Fliese. Ein Zögern. Dann das leise
Klick der Klinke. Die Tür geht auf, und Sophie steht in der Kabine. Sie
hat ihre Tasche dabei. Ihre Augen wandern langsam nach unten. Ein kurzer
Blick auf meine entblößte Unterhälfte, dann treffen sich unsere Blicke.
"Na, da ist ja jemand artig gewesen."
Ich will etwas sagen, aber meine Kehle ist trocken. Sie kniet sich vor
mich, ohne zu zögern. Lächelnd. Keine Scheu, kein Spiel. Absolute
Selbstverständlichkeit.
Sie betrachtet den Käfig genau. Hebt ihn an. Dreht ihn leicht.
"Das Modell ist... kompakt", murmelt sie. "Komplett ummantelt. Kein
Platz für Bewegung. Kein Reiz, kein Spielraum. Ich mag das."
Ich nicke. Oder ich glaube, dass ich nicke. Ich bin mir nicht sicher.
Sie greift in ihre Tasche. Holt einen kleinen, silbernen Schlüssel
hervor.
"Mal sehen, ob er passt."
Der Schlüssel gleitet ins Schloss. Klick.
Das Schloss öffnet sich. Mein Glied schwillt augenblicklich an, obwohl
es kaum kann. Der Druck ist wie ein Ventil, das plötzlich nachgibt. Ich
atme scharf ein.
"Oh." Sie lacht leise. "Das hat dir also gefallen."
Ich will gerade etwas sagen, als sie einen zweiten Schlüssel hervorholt.
Und ein neues, glänzendes Schloss.
"Keine Sorge. Ich geb' dir deine Freiheit nicht zurück. Noch nicht."
Bevor ich reagieren kann, führt sie das neue Schloss ein. Wieder Klick.
Sie testet es. Zieht leicht daran. Es hält. Dann sieht sie zu mir auf.
Ihr Blick ist weich, aber durchdringend.
"Jetzt gehörst du mir."
Sie erhebt sich, glättet ihren Rock, als wäre nichts gewesen. Wirft
einen letzten Blick auf mich, halb entblößt, zitternd vor Erregung und
Kontrollverlust.
"Zieh dich an. Wir sehen uns draußen."
Und dann verlässt sie die Kabine, als hätte sie nur kurz ihr Make-up
nachgezogen. Ich brauche ein paar Sekunden, bis ich mich wieder fange.
Der Käfig sitzt anders, obwohl es derselbe ist. Es fühlt sich nicht mehr
nach meinem Projekt an. Nicht nach meiner Idee. Es fühlt sich
fremdgesteuert an. Eigentum.
Ich ziehe mich hoch, richte meine Kleidung, wasche mir die Hände wie
automatisch. Mein Gesicht ist noch immer heiß, meine Beine leicht
zittrig. Als ich wieder an den Tisch zurückkehre, wirkt der Abend
surreal. Die Runde ist kleiner geworden. Vier, fünf sitzen noch da, müde
lachend, halb betrunken, mit leeren Gläsern und schiefen Krawatten.
Sophie sieht auf, als ich mich nähere, und lächelt mich an, dieses Mal
warm, aber ganz ohne Doppeldeutigkeit.
Niemand scheint etwas zu merken. Niemand außer uns.
Ich setze mich neben sie. Nah, aber nicht zu nah.
"Na endlich", sagt sie leise. "Ich dachte schon, du bist weggelaufen."
"Hab' kurz gebraucht", sage ich.
"Hab' ich gemerkt."
Wir trinken noch etwas, tauschen Belanglosigkeiten aus. Die Gespräche
plätschern, der Club leert sich. Irgendwann bleiben nur wir zwei übrig.
Sophie nippt an ihrem Glas, sieht mich dann direkt an.
"Du bringst mich nach Hause."
Es ist kein Wunsch. Es ist ein Befehl in höflicher Verpackung. Ich
nicke, stehe auf, nehme meine Jacke. Sie folgt mir durch die Tür, über
den Flur, die Treppen hinab in die Nacht. Draußen ist es kühl. Wir reden
kaum auf dem Weg. Ich frage sie nicht, ob sie zu mir will. Sie fragt
nicht, ob es mir recht ist. Es ist einfach klar.
Sie tritt ein, als würde sie die Wohnung bereits kennen. Streift die
Schuhe ab, legt die Jacke über den Stuhl. Dann dreht sie sich zu mir.
"Zieh dich aus."
Ich schlucke. Zögere nur kurz, dann folge ich der Anweisung. Hemd, Hose,
Socken. Am Ende stehe ich nackt da - bis auf den Käfig. Sie mustert mich
mit einem prüfenden Blick, nicht lüstern, sondern analytisch. Dann
beginnt sie, sich umzusehen. Öffnet Türen, zieht Schubladen auf, geht
durch die Räume, als wäre sie Maklerin und ich das Angebot.
"Wo bewahrst du dein Spielzeug auf?", fragt sie.
Ich deute mit dem Kinn auf die Nachttischschublade im Schlafzimmer. Sie
geht hin, zieht sie auf, nimmt nacheinander Dinge heraus und legt sie
aufs Bett: Plugs, Handschellen, ein Ballgag, Gleitgel, zwei Seile, ein
Paddle. Sie betrachtet alles mit ruhiger Neugier.
"Das alles mit deinen Exfreundinnen?"
Ich nicke. "Meistens. Manches allein."
Sie nimmt einen kleinen Plug in die Hand. Schwarz, schmal, kaum mehr als
ein Einsteigerstück.
"Den hier... hattest du den schon drin?"
Ich zögere kurz. Dann: "Ja."
Sie sieht mich lange an, dann nickt sie langsam.
"Gut. Dann trag ihn morgen bei der Arbeit."
Ich blicke sie an, will etwas erwidern, weiß aber nicht, was. Sie legt
den Plug auf den Nachttisch, richtet sich auf.
"Ich geh jetzt. Du brauchst Schlaf. Morgen wird ein anstrengender Tag."
Sie geht zur Tür, zieht ihre Jacke an, wirft mir einen letzten Blick zu,
ein Lächeln, das nichts verspricht und doch alles bedeutet.
"Lass den Käfig dran." Grinst sie frech.
Dann ist sie weg. Ich stehe nackt in meiner Wohnung, in der Luft ihr
Parfum, auf dem Nachttisch ihr Befehl, in meiner Brust ein Sturm.
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