Eine wunderbare Überraschung

Wenn es stimmte was man hinter vorgehaltener Hand munkelte, konnte es für Miriam auf der Karriereleiter nur noch aufwärts gehen. Finja, eine ihrer Kolleginnen, hatte gehört, dass ihr nächster Artikel auf der Titelseite der Modezeitschrift erscheinen sollte. Auf der Titelseite! Wow! Davon hatte sie schon als Schülerin geträumt. Das war es, was sie immer gewollt hatte: Chefredakteurin einer Modezeitschrift werden.

"Hast du die Chefin schon getroffen?", fragte sie Finja und schmunzelte dabei.

"Sieht so aus, als seist du bester Laune", sagte Finja, deren Schreibtisch direkt hinter Miriams stand.

"Natürlich bin ich das", antwortete Miriam. "Ich bin mir sicher, dass sie meinen Artikel für die Titelseite auswählen wird."

"Nachdem, was ich gehört habe, bist du fest eingeplant", sagte Finja. "Lisa aus der Buchhaltung hat gehört, wie Salome die Grafikabteilung angewiesen hat, etwas für deinen Artikel zu entwerfen."

"Die Grafikabteilung", sagte Miriam und starrte sehnsüchtig in die Ferne. "Stell dir vor, meine Artikel sind jetzt wichtig genug, um die Grafikabteilung zu bemühen."

"Ich freue mich ja so für dich", sagte Finja. Nachdem sie an ihrem Schreibtisch alles für den Arbeitstag vorbereitet hatte, stand Miriam auf, um sich im Spiegel auf der Toilette zu betrachten. Sie rechnete fest damit, noch heute in Salomes Büro gerufen zu werden, und sie wollte sich von ihrer besten Seite zeigen.

Normalerweise war sie immer ein wenig unsicher wegen ihres Aussehens, aber nicht heute. Heute fühlte sie sich als könnte sie es mit jedem aufnehmen, sie fühlte sich groß und mächtig. Auch wenn sie in Wirklichkeit schon an der Grenze zu kleinwüchsig war. Sie war schon immer eine kleine Frau gewesen, zierlich und flachbrüstig, aber sie ließ sich davon nicht stören. Sie hatte helle Haut und tiefschwarzes, kinnlanges Haar, welches sie zu einem niedlichen Bob geschnitten hatte. Ihre Augen waren groß und dunkelbraun. Sie zog eine schwarz gerahmte Brille aus einem Brillenetui hervor und setzte sie auf ihre Nase. Sie brauchte sie eigentlich nicht, aber sie ließ sie intelligenter aussehen. Schließlich rückte sie ihre Bluse und ihren Rock zurecht, ein bescheidenes, nicht zu auffälliges Outfit.

"Du bist eine Gewinnerin", sagte sie zu ihrem Spiegelbild. "Du bist eine Gewinnerin, und du bist ein wunderbarer Mensch, und alle lieben dich."

Der Tag ging weiter. Die Mittagspause kam, und ging. Es war bereits nach 3 Uhr als sie schließlich endlich ihren Namen hörte.

"Komme!", rief Miriam aufgeregt und rannte wie ein Hund, der von seinem Herrchen gerufen wird, zum Büro ihrer Chefin. Salome konnte eine kühle Frau sein, aber sie war ein guter Mensch und immer fair zu ihren Redakteuren. Das hatte lange auf sich warten lassen, dachte Miriam, und sie konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, als sie sich auf den Stuhl vor Salomes Schreibtisch setzte.

"Ich habe gute Neuigkeiten für dich", sagte Salome.

"Gute Neuigkeiten sind immer gut", sagte Miriam und drückte aufgeregt die Armlehnen ihres Stuhls.

Salome nahm ihre Brille ab und lächelte Miriam an. "Dein Artikel wird in die nächste Ausgabe kommen. Er muss zwar etwas gekürzt werden, damit er auf die hinteren Seiten passt, aber ich denke, du bist dieser Aufgabe gewachsen."

Stille herrschte im Raum. Das Lächeln auf Miriams Gesicht verblasste langsam. "Die hinteren Seiten?", fragte sie.

"Die hinteren Seiten", antwortete Salome und nickte. "Genau wie im letzten Monat. Wenn du so weitermachst, werden deine Artikel vielleicht schon bald weiter vorne veröffentlicht werden. Und jetzt mach dich wieder an die Arbeit, der Artikel muss morgen fertig sein."

Sie setzte ihre Brille wieder auf und wandte sich ihrem Computer zu. "Aber", sagte Miriam, ohne das Stichwort zum Gehen zu beachten.

"Was ist mit dem Titelblatt? Der Titelgeschichte des Monats?"

"Ach, das?", antwortete Salome. "Dieser Artikel kommt von einer neuen Mitarbeiterin. Sie ist wirklich fantastisch, du wirst sie lieben. Einige der besten Artikel, die ich je gelesen habe, stammen von ihr. Wenn ich mich recht erinnere, war heute ihr erster Arbeitstag, ich dachte, du hättest sie schon getroffen."

"Oh...", sagte Miriam verblüfft. "Nein, nein, habe ich nicht..."

"Nun, das war's dann", sagte Salome und wandte sich wieder ihrem Computer zu.

Wie in Trance verließ Miriam Salomes Büro. Sie konnte es nicht fassen. Der ganze Stress, die ganze Aufregung, umsonst. Sie musste ihren Artikel kürzen, zerstückeln, ruinieren, damit sie ihn auf einer halben Seite ganz hinten in der Ausgabe unterbringen konnten. Sie konnte es nicht fassen. Plötzlich hörte sie, Gelächter durch das Büro schallen.

"Oh, du bist einfach großartig!", sagte Finja, immer noch lachend. "Und ich liebe deine Schuhe, wo hast du die her?"

Finja sprach mit jemandem, der auf Miriams Platz saß. Schließlich kehrten Miriams Sinne zurück, und sie erkannte, die Frau, die an ihrem Schreibtisch saß. Ihr Herz sank ihr in die Hose, und ihr wurde kalt vor Schreck. Es war jemand, von dem sie gedacht hatte, dass sie sie nie wieder sehen würde. Ihre Mobberin aus ihrer Schulzeit.

***

Alles kam in einem Augenblick wieder hoch. All die schrecklichen Erinnerungen, von denen sie gedacht hatte, sie hätte sie vergessen. Die Hänseleien, das Mobbing, die Beschimpfungen. Dass Getränke nach ihr geworfen wurden, dass sie mit Stiften angemalt wurde, dass man sie auf den Schulfluren herumgeschubst hatte. All das, alles, was ihr das Leben zur Hölle gemacht hatte, all das wurde von der Frau inszeniert, die jetzt hier vor ihr saß. An ihrem eigenen Schreibtisch.

"Miri?", fragte die Frau mit einem Ausdruck purer Freude im Gesicht. "Miri? Bist du es wirklich? Oh ja! Du bist es! Was für eine wunderbare Überraschung!"

Adriana stand auf, und Miriam verspürte den plötzlichen Drang, wegzulaufen und sich irgendwo zu verkriechen. "Mein Name ist Miriam", war alles, was sie herausbrachte.

"Ach, sei doch nicht so", sagte Adriana. "In der Schule hat sie sich immer Miri genannt, weißt du", sagte sie zu Finja, die sich über dieses Wiedersehen sehr zu amüsieren schien. "Die kleine Miri, das war ihr Name. Sie war immer so winzig. Und wie ich sehe, hat sich das kein bisschen geändert!" Adriana verwuschelte Miriam spielerisch das Haar, und Miriam war zum Kotzen zumute.

Körperlich war Adriana das komplette Gegenteil von Miriam. Eine absolute Sexbombe, sogar schon zu ihrer Schulzeit. Sie konnte jeden Typen haben, den sie wollte, und das tat sie auch. Adriana war überdurchschnittlich groß, sogar größer als die meisten Männer. Sie war, weiterhin kurvenreich, mit ausladenden Hüften und einem, großen, runden Hintern. Als wäre das alles nicht genug, hatte sie auch noch von Natur aus riesige Brüste. Ihre Haut hatte eine gesunde Bräune, und ihr Haar war blond, lang und top gestylt. Ihr Gesicht war hübsch, mit hohen Wangenknochen, ihre Augen waren tiefgrün, und ihre Lippen waren voll und sinnlich. Sie trug ein paar schwarzer High Heels und ein Business Kostüm, das sowohl ihre langen, durchtrainierten Beine als auch ihr beeindruckendes Dekolleté zur Geltung brachte. Miriam hasste sie.

"So... schön... dich wiederzusehen", brachte Miriam mühsam hervor.

"Ihr seid wirklich zusammen zur Schule gegangen?", fragte Finja.

"Oh ja, das sind wir!", sagte Adriana. "Was für ein Zufall, dass wir beide jetzt zusammen arbeiten."

"Das...", sagte Miriam und hatte Mühe, die Worte herauszubringen. "Das ist mein Schreibtisch. Du sitzt an meinem Schreibtisch."

"Ach, wirklich? Tut mir so leid, ich dachte, er wäre leer. Ich bin ganz neu hier, weißt du, ich weiß noch nicht, wo mein Arbeitsplatz ist."

"Du bist also die neue Mitarbeiterin?"

"Genau. Salome hat meine Arbeit so gut gefallen, dass sie meinen Artikel zur Titelgeschichte der nächsten Ausgabe macht. Ist das nicht einfach fantastisch?"

Miriams linkes Auge zuckte. "Ja", murmelte sie. "Fantastisch."

***

"Fick mich... fick mich härter..." Natürlich hatte es einen Nervenzusammenbruch gegeben. Das Weinen, der Rückzug in eine leere Toilettenkabine. Die Tirade, die sie vor Vincent abgelassen hatte. Aber als alles gesagt und getan war, nach der Dusche, dem Bademantel und dem Glas Wein, hatte Miriam den unwiderstehlichen Drang verspürt, gefickt zu werden. Ihr Mann war diesem Wunsch nur zu gerne entgegengekommen.

Um ehrlich zu sein, war es schon eine ganze Weile her, dass sie das letzte Mal intim gewesen waren. Sie waren seit etwa drei Jahren verheiratet, und ihr Sexleben war immer recht ordentlich gewesen, aber in letzter Zeit schien es ein wenig nachgelassen zu haben. Aber nicht heute Abend.

Vincent war unglaublich. Sie hatte sich auf den ersten Blick in ihn verliebt, und jeden Tag verliebte sie sich noch mehr in diesen Mann. Er war perfekt, fast zu gut für sie. Tatsächlich hatte sie sich oft bei ihm darüber ausgeheult, dass er jemand Besseres als sie verdiente. Und natürlich war er rücksichtsvoll, hilfsbereit und verständnisvoll gewesen und hatte ihr versichert, dass sie beide perfekt füreinander seien, selbst in ihren selbstverachtenden Momenten. So war er nun mal. Er gab ihr, was sie brauchte, und im Moment brauchte sie es, gefickt zu werden.

Sie nahm seinen Kiefer in die Hände und sah in seine blauen Augen, fühlte sich so klein unter ihm, zog sein Gesicht nach unten und küsste ihn, während ihre Finger durch sein hellbraunes Haar fuhren. Sie liebte den Geschmack seiner Zunge und die Art, wie seine Bartstoppel gerade lang genug waren, um ihr Gesicht zu kitzeln. Sein Körper war herrlich: groß, braungebrannt, durchtrainiert, mit einem sichtbaren Sixpack und einer wie aus Stein gemeißelten Brust. Er trainierte jeden zweiten Tag und sie dachte darüber nach, wie sehr ihr sein Körper gefiel, während ihre Finger seinen Unterleib erkundeten und spürten, wie sich seine Muskeln bei jedem Stoß anspannten.

Und dann war da natürlich noch sein Schwanz. Als sie ihm in ihrer ersten gemeinsamen Nacht zum ersten Mal die Hose heruntergezogen hatte, schien es als würde sein Schwanz nie enden wollen. Damals hatte sie echte Angst vor seinem Glied empfunden. Sie hatte Sorge ihn nicht aushalten zu können, so zierlich wie sie war. Am Ende siegte jedoch ihre Entschlossenheit, und schließlich gewöhnte sich ihre Fotze an seine Größe.

Sie schlang ihre Beine um ihn und hielt ihn fest, während er sie fickte. Seine schweren Eier klatschten ihr bei jedem Stoß laut gegen den Hintern. Sie wusste, dass es langweilig war, aber die Missionarsstellung war ihre Lieblingsstellung. Vincent mochte es eigentlich, wenn sie oben war und ihn ritt, aber sie fühlte sich dann immer so unsicher und konnte es nicht wirklich genießen. Doggystyle war in Ordnung für sie, aber dann wurde sie oft unsicher wegen ihres Hinterns, weil sie dachte, er sei zu klein. Die Missionarsstellung war für sie am besten; so fühlte sie sich am sichersten.

"Oh, ja...", wimmerte sie und biss sich auf die Unterlippe. Ihr Atem stockte, und ihr Körper verkrampfte sich, als sie ihren zweiten Orgasmus in dieser Nacht erlebte. Sie konnte sich nicht beherrschen und spritzte Vincent voll, während er weiter in sie stieß.

"Oh Gott", seufzte sie und ihr Kopf rollte benommen umher. Das hatte sie dringend gebraucht. Sie fühlte sich, als könnte sie die ganze Nacht weitermachen. Deshalb war sie überrascht, als Vincents Schwanz plötzlich schlaff wurde. Er hatte keinen Orgasmus gehabt. Miriam konnte immer erkennen, wenn Vincent kam. Jetzt hatte er einfach nur... seine Erektion verloren.

"Was ist los?", fragte sie, als er aufhörte in sie zu stoßen.

Er schüttelte den Kopf. "Nichts, ich bin nur ein bisschen müde. Ein harter Tag und so."

"Ja, aber hast du denn keinen Spaß?", fragte sie.

"Natürlich", sagte Vincent. "Es ist nur... wie ich schon sagte, ich bin wirklich müde."

"Oh", sagte Miriam und fühlte sich ein wenig enttäuscht, als der schlaffe Schwanz ihres Mannes aus ihr herausglitt und er sich umdrehte.

"Na ja, ich kann vielleicht etwas nachhelfen..." Sie drehte sich und rutschte, zu Vincents Schwanz. Sie packte sein schlaffes Glied, das selbst in seinem weichen Zustand immer noch riesig war, und schob es sich in den Mund. Vergeblich versuchte sie, ihm einen zu blasen.

"Nein, nein, es ist gut", sagte Vincent und zog seine Frau vorsichtig von seinem Schwanz herunter. "Es ist schon ein bisschen spät, weißt du; ich brauche etwas Schlaf. Das Einzige, was wirklich zählt, ist, dass du Spaß hattest, und ich liebe dich." Er zog Miriam hoch und gab ihr einen Kuss. "Es tut mir leid, was heute auf der Arbeit passiert ist."

Sie starrte ihn im Dunkeln an und hatte das Gefühl, dass sie ihn nicht verdient hatte. "Ich liebe dich", sagte sie.

Miriam konnte in dieser Nacht nicht schlafen. Als sie spürte, wie Vincents langsam in einen tiefen Schlaf verfiel, rollte sie sich von ihm herunter und legte sich auf den Rücken auf ihre Seite des Bettes. Sie war immer noch spitz. Es war ungewöhnlich für sie, aber sie begann zu masturbieren. Sie griff nach unten, ihre Fingerspitzen drückten gegen ihre Klitoris und begannen, sich in langsamen Kreisen zu bewegen. Ihre Schenkel spreizten sich langsam, und ihr Atem ging schneller.

Sie wusste nicht, warum sie wieder abspritzen musste, sie wusste nur, dass sie es musste. Sie schob es auf den Stress. Ihre freie Hand wanderte nach oben und griff nach einer ihrer Brustwarzen, um sie sanft zu kneifen. Sie dachte an nichts Bestimmtes. Vielleicht an Vincent nahm sie an. Nichts Konkreteres. Es war nur das Gefühl, das sie hatte, ein Gefühl der Lust, das sie nicht mehr verlassen wollte, bis sie ein weiteres Mal kam.

Bilder schossen ihr durch den Kopf. Wie Vincent sie fickte. Er auf ihr. Mehrere verschiedene Promis, in die sie verknallt war. Bilder, die zu schnell kamen und gingen als, dass ihr Gehirn sie hätte verarbeiten können. Wieder Vincent, sein Schwanz vor ihrem Gesicht, in voller Länge. Sein Gesicht zwischen ihren Beinen, ihre Pussy essend. Adriana, die über ihr stand, und lachte.

Warte, was?

Sie unterdrückte ein Wimmern, als sie kam. Ihr Orgasmus verging, und eine Welle von Schuldgefühlen überrollte sie. Sie fühlte sich schmutzig. Sie drehte sich von ihrem Mann weg und schlief ein. Stress war manchmal eine komische Sache.

***

Miriam saß in einer Art Traumzustand an ihrem Schreibtisch. Die vergangene Woche war ein einziges Chaos gewesen. Eigentlich hatte sie die ganze Woche fast gar nicht wirklich gearbeitet. Währenddessen schien Adriana jeden im Büro für sich zu gewinnen. Alle schienen sofort in sie vernarrt zu sein. Und das Schlimmste war, dass ihr Artikel ein durchschlagender Erfolg gewesen war. Die Website hatte Rekordaufrufe verzeichnet.

Miriam fühlte sich krank. Sie hasste den Geruch dieses Parfums. Sie konnte es an Adriana riechen, wann immer sie an ihr vorbeiging oder an ihrem Schreibtisch saß, der leider direkt vor Miriams Schreibtisch stand. Es war wie eine psychologische Reaktion: Sie roch das Parfüm, und ihr wurde schlecht.

"Der Kaffee ist leer", sagte Adriana, als sie an ihr vorbeikam. "Sei so lieb und mach doch noch welchen."

Miriam biss die Zähne zusammen. "Derjenige, der ihn austrinkt, macht normalerweise auch wieder neuen", sagte sie. Adriana saß schweigend an ihrem Schreibtisch. Es war, als wüsste die Frau genau, welche Knöpfe sie bei ihr drücken musste. Miriam seufzte nur und schüttelte den Kopf. Auf keinen Fall würde sie für Adriana Kaffee kochen.

Alles in allem war es eine furchtbare Woche gewesen. Der einzige Lichtblick schien ihr ungewöhnlich hoher Sextrieb zu sein. Aus irgendeinem Grund befand sie sich in einem Zustand fast ständiger Erregung, so geil war sie noch nie in ihrem Leben gewesen. Sie vermutete, dass ihr Körper damit den Stress und die Enttäuschung auf der Arbeit ausgleichen wollte. Sie hatte ihren Mann ausgelaugt, aber das hinderte sie nicht daran, sich selbst zu befriedigen, wann immer sie konnte. Ihr Handy summte und signalisierte eine Nachricht. Sie schaute auf ihr Handy und lächelte, es war Vincent: 'Ich glaube, du hast deine Unterwäsche hier vergessen.'

Miriam runzelte die Stirn. Was für eine seltsame Nachricht. Sie schrieb zurück: '???'

Sie legte ihr Handy auf den Schreibtisch und wartete. Was konnte sie anderes tun? Eigentlich sollte sie für ihren nächsten Artikel recherchieren, aber es war ihr unmöglich, sich zu konzentrieren. Eine ganze Minute verging, ohne dass eine Antwort kam. Endlich leuchtete ihr Telefon wieder auf. 'Entschuldigung. Falsche Nummer.'

Miriam wurde kalt. Ihr Herz setzte für eine Sekunde aus. Falsche Nummer? Vincent hatte die Nachricht an die falsche Nummer geschickt? Sie war nicht für sie bestimmt? Was sollte das denn? Unterwäsche? Jemand hatte seine Unterwäsche vergessen... wo? Zu Hause? Auf Vincents Arbeit? Was war hier los? In Miriams Ohren pochte das Blut, und ihr Herzschlag beschleunigte sich. Sie fühlte sich benommen, schwindlig. Als würde sie gleich ohnmächtig werden. War das der Grund, warum ihr Mann in letzter Zeit kaum Lust auf Sex gehabt hatte? Weil er ihn sich woanders geholt hatte? Sie konnte es nicht fassen.

Miriam schrieb keine Nachricht zurück. Sie verbrachte den Tag wie benommen an ihrem Schreibtisch und starrte auf ihren Bildschirm, ins Nichts.

Endlich war es fünf Uhr, und sie verließ das Büro wie betäubt, ohne zu jemandem ein Wort zu sagen. Sie kam vor Vincent nach Hause und wartete nervös. Er war spät dran. Das war nicht normal. Sie ging im Haus auf und ab, rang die Hände, biss sich auf die Lippe und überprüfte ihr Handy. Und natürlich suchte sie gründlich nach Damenunterwäsche. Aber sie fand keine.

Schließlich hörte sie sein Auto die Einfahrt hochfahren. Er kam herein, wo Miriam auf bereits ihn wartete. Sie ging sofort zu ihm, umarmte ihn fest und drückte ihr Gesicht an seine Brust. Er schien ein wenig überrascht zu sein.

"Ich habe dich vermisst", sagte sie und drückte ihn an sich. Sie hatte ihn wirklich vermisst. Sie vermisste, wie er sich anfühlte, wie er sie festhielt, sogar wie er roch. Er roch wunderbar, vor allem heute Abend, sogar noch besser als sonst.

Es war ein verführerischer Duft, und Miriam rieb ihr Gesicht an seiner Brust. Sie wollte den Duft auf sich tragen. Es war ein herrlicher Duft. Es war ein wunderbarer Duft...

Es war... Adrianas Parfüm.

Sie erstarrte. Ihre Wahrnehmung verschwamm. Das war unmöglich. Es konnte nicht Adrianas Parfüm sein. Sie hasste dieses Parfüm. Aber wenn der Duft von Vincent herrührte, roch er wunderbar. Aber wie konnte das sein? Die beiden kannten sich doch gar nicht. Miriams Gedanken rasten. Eigentlich kannten sie sich doch. Anfang der Woche hatte er sie auf der Arbeit überrascht und zum Mittagessen eingeladen. Das war vor einigen Tagen gewesen. Dabei hatte er Adriana kennengelernt. Sie war auf nervtötende Weise nett zu ihm gewesen, und er hatte sogar gesagt, sie sei wirklich nett, was Miriam furchtbar wütend gemacht hatte. Hatten sie damals Nummern ausgetauscht? Hatte die Liebe ihres Lebens sie tatsächlich mit ihrer ehemaligen Mobberin betrogen?

Unwillkürlich überkam eine Welle der Erregung ihren Körper. Ihre Möse wurde feucht, und sie presste sich fest gegen Vincent. Hinter all dem steckte kein rationaler Gedanke. Sie fühlte sich eher wie ein Tier als wie ein Mensch.

"Was ist denn in dich gefahren?", fragte Vincent und blickte auf sie herab.

"Fick mich", sagte Miriam und legte ihre Hände auf seine Brust. Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und fasste nach oben, schlang ihre Finger um seinen Kopf und zog ihn nach unten, damit sie ihn küssen konnte. Aus irgendeinem Grund schmeckten seine Lippen besser als sonst.

"Jetzt?", fragte er und löste ihre Arme von ihm. "Es war ein langer Tag, und ich brauche eine Dusche. Gib mir ein paar Minuten."

Miriam seufzte und ließ ihn los. Sie kannte die Zeichen. Eines der Zeichen dafür, dass ein Mann einen betrügt, ist, dass er sofort unter die Dusche springt, wenn er nach Hause kommt. Sie sah ihm nach, wie er ins Bad ging, und setzte sich auf ihr Bett, verwirrter denn je.

Vincents Handy summte, als eine Nachricht einging. Miriam saß wie erstarrt da und überlegte, was sie tun sollte. Sollte sie herumschnüffeln? Nein, sie war keine neugierige Person. Sie hatte die Privatsphäre anderer Leute immer respektiert. Aber trotzdem, das Handy lag einfach so da. Sie waren immerhin Mann und Frau, was dem einen gehörte, gehörte auch dem anderen. Es war genauso ihr Handy, wie es seins war.

Sie sprang auf und lief zum Handy hinüber, nahm es ab und drückte auf die Home-Taste. Sie wurde mit einem Sperrbildschirm und einer Passwortabfrage begrüßt.

Was? Vincent hatte noch nie ein Passwort für sein Handy benutzt. Sie war sich dessen sicher. Er hatte ihr ausdrücklich gesagt, dass er diese Sperren nicht mochte, dass sie lästig waren, dass er nichts zu verbergen hatte, weshalb er nie eine benutzt hatte. Aber jetzt hatte sein Handy eine.

Miriam legte das Handy weg, ließ sich mit dem Rücken aufs Bett fallen und starrte an die Decke. Sie fühlte sich miserabel. Dort, im Halbdunkel ihres Schlafzimmers, mit dem Geräusch der laufenden Dusche, stellte sie sich vor, wie Vincent sie betrog. Nicht nur mit irgendjemandem, sondern mit ihr. Mit Adriana. Der Frau, die sie mehr hasste als jede andere auf der Welt. Der Frau, die ihr das Leben in der Schule zur Hölle gemacht hatte. Der Frau, die in jeder Hinsicht besser war als sie und um so vieles attraktiver als sie.

Das war nicht so verwunderlich, wenn sie darüber nachdachte. Vincent war eine Zehn, und Miriam konnte äußerlich einfach nicht mit ihm mithalten. Sie hatte, keine Kurven, keine Brüste, kein gar nichts. Sie war einfach nur eine Enttäuschung. Nicht so wie Adriana. Sie war das, was er verdiente. Groß, attraktiv, mit einem Wahnsinns-Körper. Sie konnte sich vorstellen, wie er sie von hinten nahm, mit reichlich Arsch zum Zugreifen und Hineinstoßen. Miriam konnte nur die Hälfte seines Schwanzes aufnehmen, so lang wie er war und so zierlich wie sie war. Er konnte nie voll in sie eindringen, er musste sich immer zurückhalten, um sie nicht zu verletzen. Sie war sich sicher, dass Adriana keine Probleme damit haben würde, Vincents ganzen Schwanz in sich aufzunehmen. Und ihre waren Brüste, so groß und voll. Sie fragte sich, wie Adriana wohl aussehen würden, auf allen Vieren, während sie von Vincent hart gefickt wurde. Sie stellte sich vor, wie Adriana zu ihr aufsah, verschlagen grinste und ihr zuzwinkerte.

Miriam ließ ihre Hand in ihre Hose gleiten, berührte ihren Kitzler und rieb ihn kräftig. Sie hatte noch nie Spielzeuge zur Selbstbefriedigung benutzt, das war nicht ihr Stil. Und sie mochte es auch nicht, sich selbst zu penetrieren. Sie beschränkte sich einfach darauf, ihre Klitoris mit den Fingern zu massieren. Sie wusste, dass das vielleicht ein bisschen langweilig war, aber es fühlte sich einfach richtig an. Eine einfache, schnelle Art, sich selbst zu befriedigen, so gefiel es ihr.

Es dauerte nicht lange, bis sie zum Orgasmus kam. Sie kam hart, und als alles vorbei war, fühlte sie sich wie betäubt. Was war nur los mit ihr? Warum fantasierte sie überhaupt von so etwas? Warum machte es sie so geil? Eine Welle von Schuldgefühlen überspülte sie. Sie fühlte sich furchtbar. Als Vincent mit seiner Dusche fertig war, hatte sie keine Lust mehr auf Sex. Sie wollte nur noch schlafen.

***

Miriam saß an ihrem Schreibtisch und tat nichts Bestimmtes. Sie war über ihre Tastatur gebeugt, aber sie arbeitete nicht. Sie hielt eine Hand in der anderen und betrachtete ihren Ehering. Es war ein teurer Ring, teurer als sie es verdiente. Aber so war ihr Mann nun einmal.

Den ganzen Tag über hatte sie Adrianas Gekicher ertragen. Den Großteil des Tages hatte Adriana ihr Handy in der Hand und schrieb Nachrichten. Miriam war sich sicher, dass sie mit ihrem Mann schrieb. Sie dachte an die Demütigung, hier sitzen zu müssen und zuzuhören, wie Adriana mit ihrem eigenen Mann flirtete. Es war einfach nur beleidigend. Es machte sie wütend.

"Was ist eigentlich so lustig?", fragte sie endlich.

Adriana drehte sich um und sah ein wenig überrascht aus. "Ach, nichts Besonderes", sagte sie. "Nur mein neuer Freund, das ist alles."

"Wie heißt er denn?", fragte sie.

Adriana brauchte ein wenig zu lange, um zu antworten. "Mark", sagte sie schließlich.

Na, klar. Sie drehte sich wieder um, aber Miriam behielt sie im Auge. Sie verrenkte ihren Kopf und versuchte, Adrianas Handybildschirm zu sehen. Aber es war zwecklos. Adriana fing wieder an zu gackern. "Männer können ja so pervers sein", lachte sie.

"Was soll das den jetzt wieder heißen?", fragte Miriam.

Adriana winkte ab. "Ach, du kennst sie doch. Sie lieben es, Schwanzbilder zu verschicken."

Miriam wurde hellhörig. "Er hat dir ein Bild von seinem Schwanz geschickt?"

"Ja. Sie denken aus irgendeinem Grund, es sei sexy, aber eigentlich ist es nur komisch."

Miriam biss sich auf die Lippe und hätte sich fast ihren Ehering vom Finger gerissen. "Darf ich mal sehen?", fragte sie.

Adriana hielt inne und drehte sich langsam um, ein Grinsen auf dem Gesicht. "Na, sieh mal einer an. Bist du etwas neugierig?"

Miriam rollte mit den Augen und tat wieder so, als würde sie arbeiten. "Dann zeig es mir halt nicht. Ist mir doch egal."

"Ach, sei doch nicht immer so ein Miesepeter", sagte Adriana und schob ihren Stuhl näher heran. "Hier schau."

Sie hob das Handy hoch und zeigte es Miriam. Miriams Herzschlag setzte aus. Das war der Beweis. Sie starrte auf Vincents Schwanz. Er war einzigartig. Man konnte ihn nicht mit dem eines anderen verwechseln. Im erigierten Zustand war er etwas über 20 cm lang und fast so dick wie ihr Unterarm. Sie erkannte die dicken, breiten Adern, die an den Seiten entlangliefen. Die Schamhaare waren abrasiert, und natürlich baumelten Vincents, Kiwi-große Eier schwer herab.

Miriams Augen fokussierten sich nicht mehr auf das Foto, sondern auf das grinsende Gesicht, welches das Handy hielt. Adriana musste gewusst haben, was sie da tat. "Ist er nicht einfach prächtig?", fragte sie.

Miriam konnte ihren Schock nicht verbergen. Ihr blieb der Mund offen stehen, ihre Augen weiteten sich, die Farbe wich aus ihrem Gesicht. Wie konnte Adriana nur so dreist sein? Ihr den Beweis dafür zu zeigen, dass sie mit ihrem Mann schlief? Hatte sie den Verstand verloren?

"Oh, wow! Was ist denn das?" Es war Finja, die hinter Miriam saß. Sie stand auf und kam näher, um einen besseren Blick zu erhaschen. "Das ist ja ein Riesenpenis!"

Adriana zuckte mit den Schultern. "Er ist von meinem Freund. Hat ihn mir gerade geschickt. Er muss mich wohl vermissen."

"Ich glaube nicht, dass ich schon einmal einen Kerl hatte, der einen so großen hatte", sagte Finja, rückte ihre Brille zurecht und sah genauer hin. Weitere Kolleginnen kamen herüber, und schlossen sich Finja beim Gaffen an. Bald hatte sich eine kleine Menschentraube gebildet, die Adrianas Handy herumreichten und alle Vincents Schwanz bewunderten.

"Was um alles in der Welt ist den hier los?", fragte Salome, die gerade aufgetaucht war. Miriam atmete erleichtert auf. Ihre Chefin würde diesem Treiben ein Ende bereiten. Sie zwängte sich in die kleine Menschentraube und hob eine Augenbraue. "Verdammt, ich möchte nicht die Frau sein, die von diesem Monster gefickt wird. Gehört der einem Pferd?"

"Er gehört meinem Freund", sagte Adriana und strahlte vor Stolz.

"Nun, du bist auf jeden Fall ambitioniert", sagte Salome. "Deshalb mag ich dich."

Miriam fühlte sich, als hätte sie eine Panikattacke. Ihre Augen begannen zu tränen. Sie redeten immer weiter. Adriana prallte, wie toll Vincents Schwanz war. Das ganze Büro war um sie herum versammelt und schwärmte von dem Penis ihres Mannes. Sie konnte nicht mehr atmen. Sie konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten. Das war zu viel. Miriam stand auf und rannte zur Toilette. Sie stürmte durch die Tür und ging schnurstracks in die letzte Kabine, schlug sie zu und verriegelte sie. Sie zog ihren Rock hoch und setzte sich auf die Toilette, um Luft zu holen, während ihr Herz raste.

Sofort begann sie zu masturbieren. "Oh, verdammt noch mal", fluchte sie und presste die Zähne zusammen. Sie schniefte. Sie weinte. Das ergab doch alles keinen Sinn. "Verdammt noch mal, Miriam", sagte sie wieder und verfluchte sich selbst. Sie konnte ihre Hand, ihre Finger nicht davon abhalten, sich zu bewegen. Sie war wütend beim Masturbieren, wütend auf sich selbst. Ihre Hand bewegte sich schnell, das Geräusch war laut und feucht, und sie erregte sich selbst auf eine höchst unwürdige Art. Aber sie konnte nicht anders. Sie verpasste sich selbst eine Ohrfeige. "Hör auf", sagte sie sich. "Hör sofort damit auf." Aber sie hörte nicht auf. Sie masturbierte weiter.

Die Tür zum Klo öffnete sich und Miriam erstarrte mitten in ihrer Selbstbefriedigung. Zwei Paar High Heels klackten herein und blieben am Waschbecken stehen. Wer auch immer es war, sie lachten, und sie bemerkten nicht, dass noch jemand auf der Toilette war. "Glaubst du mir jetzt?", erklang die Stimme von Adriana. "Ich schlafe jetzt schon seit ein paar Wochen mit ihm."

"Wow", antwortete Finja. Miriam hätte in diesem Moment in Tränen ausbrechen können. "Er hat sie einfach so betrogen? Es war keine große Überzeugungskraft nötig?"

"Überhaupt nicht. Ich habe ihm einfach die Möglichkeit gegeben, und er ist sofort darauf angesprungen. Er muss sich wirklich mit Miri langweilen."

Finja lachte, was wehtat. "Na ja, ich meine, sie ist ja meine Freundin und so, aber ich kann ihm das nicht wirklich verübeln. Sie sieht einfach so schlicht und reizlos aus. Und er ist eine glatte zehn."

"Du solltest ihn sehen, wenn er mit mir zusammen ist", prallte Adriana. "Er ist wie ein Kind im Süßigkeitenladen. Man merkt, dass er noch nie etwas mit jemanden wie mir gehabt hat. Andauernd sagt er mir, dass ich der beste Fick bin, den er je hatte."

"Wirklich? Miriam tut mir ja fast leid."

"Oh, das muss sie nicht", sagte Adriana scharf. "Sie ist eine kleine Versagerin, die ihn gar nicht verdient hat. Es ist an der Zeit, dass ihn ihr jemand wegschnappt."

"Ja, ich schätze, da hast du wohl recht."

Und Miriam saß einfach nur da und hörte schweigend jedem Wort zu, während Adriana weiter mit den Details ihrer Affäre mit ihrem Mann prallte. Sie stand unter Schock. Miriam hatte keine Ahnung, dass Finja davon wusste. Sie dachte, sie sei ihre beste Freundin. Noch schockierender war es, als sie bemerkte, dass ihre Finger angefangen hatten sich wieder langsam über ihre Muschi zu bewegen. Sie masturbierte, während sie sich die Details der Affäre ihres Mannes anhörte.

"Was ist nur falsch mit mir?", fragte sie sich. Sie war innerlich gebrochen, das musste es sein. Jede andere Frau wäre wütend auf alle beide geworden und hätte ihren Mann sofort verlassen. Aber nicht Miriam. Miriam schien das alles anzutörnen, selbst als sie dasaß und die Tränen zurückhielt.

"Du hättest sein Gesicht sehen sollen, als er zum ersten Mal seinen Schwanz ganz in mir versengte", sagte Adriana. "Er erklärte mir, dass er noch nie mit einer Frau zusammen war, die ihn ganz in sich aufnehmen konnte, und dass es sich ja so unglaublich anfühlte."

"Oh", flüsterte Miriam zu sich selbst und beugte sich vor. Sie fühlte sich so schmutzig, so erbärmlich, so pervers, wie sie sich in einer schmutzigen Toilettenkabine mit flackerndem Licht über ihr selbst befriedigte. Sie keuchte und schwitzte, ihre Hand zwischen ihren Beinen bewegte immer schneller.

"Er konnte mich ficken, ohne sich zurückzuhalten", sagte Adriana. "Ganz rein, hart und ohne Hemmungen. Er sagte mir, dass er das noch nie zuvor tun konnte."

Miriam keuchte jetzt noch heftiger und war kurz davor, entdeckt zu werden, aber das war ihr egal. Der rationale Teil ihres Gehirns funktionierte im Moment nicht richtig, und der animalische Teil ihres Gehirns hatte die Oberhand gewonnen.

"Und er liebt es, meine Pussy zu essen", sagte Adriana. "Sagt mir, wie gut ich schmecke."

Miriam hätte fast gewimmert. Vincent hatte sie fast nie oral befriedigt. Und jetzt hörte sie, dass er es für Adriana gerne tat. Warum machte sie das so scharf?

"Klingt großartig, aber ich gehe jetzt besser", sagte Finja. "Ich wünschte, ich hätte dein Glück!"

Sie hörte Finja zur Tür gehen, während Adriana zurückblieb und sich die Hände wusch. Miriam war dabei, ihre Möse mit voller Kraft zu bearbeiten, ihre Hüften zuckten unkontrolliert in die Luft und sie konnte sich nur mühsam ihr Gestöhne verkneifen. Das Wasser wurde abgedreht, und Adriana machte sich auf den Weg in Richtung Tür.

Genau in diesem Moment wurde Miriam von einem gewaltigen Orgasmus übermannt. Einer der stärksten, den sie seit langem erlebt hatte. Ihr ganzer Körper spannte sich an, und sie spritzte die ganze Kabine voll. Das Geräusch war im ganzen Raum zu hören. Zu ihrem Entsetzen war es ihr auch unmöglich, ein lautes Stöhnen zu unterdrücken...

Kurz bevor sie die Badezimmertür erreichten, stoppten die Schritte. Auf der Toilette herrschte absolute Stille. Der Orgasmus verging, und Miriam kämpfte darum, ihren Atem unter Kontrolle zu halten. Ihr Kopf pochte. Sie hatte nur noch Angst davor, erwischt zu werden. Keine Schuldgefühle, keine Scham, keine Erregung. Nur blanke Panik.

Einige Sekunden vergingen. Schließlich hörte sie wieder das klacken der Absätze, und die Tür der Toilette öffnete und schloss sich. Miriam atmete erleichtert auf.

Sie stand auf, ging zum Waschbecken und betrachtete sich im Spiegel. Ihre Kleidung war zerzaust, ihre Augen waren blutunterlaufen, auf ihren Wangen befanden sich Tränenstreifen, und ihr Haar war ein einziges Durcheinander. Sie starrte in ihr Spiegelbild. "Was ist nur los mit dir?", fragte sie es.

***

Der Tag neigte sich dem Ende zu. Es war zwar noch nicht Feierabend, aber es war kurz davor. Miriam starrte nur mit leeren Augen auf ihren Monitor.

"Du musst die hier abheften", sagte Adriana schlicht und ließ im Vorbeigehen kurzerhand einen großen Stapel Akten auf Miriams Schreibtisch fallen. Miriam starrte die Akten nur an. Adriana konnte sie nicht herumkommandieren. Sie war nicht ihre Chefin. Sie waren Kolleginnen, gleichgestellt. Wenn überhaupt, sollte sie Adriana herumkommandieren, da sie schon länger hier arbeitete.

"Warum machst du das nicht?", fragte sie.

"Ich muss heute früher gehen", antwortete Adriana. "Ich habe eine Verabredung mit jemandem."

"Ich werde nicht deine Arbeit für dich machen", brauste Miriam auf.

Adriana war schon im Begriff zu gehen. Sie drehte ihren Kopf zu Miriam und schenkte ihr ein überhebliches Lächeln. "Doch, das wirst du."

Und einfach so war Adriana verschwunden. Miriam saß noch eine ganze Weile da, stützte ihr Kinn auf die Faust und betrachtete den Aktenstapel. In der Stille hörte sie eine Uhr ticken und stellte fest, dass auch viele andere Kollegen früher gegangen waren. Sie seufzte und griff nach dem Stapel Akten.

Sie hatte keine Erklärung dafür, warum sie das tat. Vielleicht war es eine Form der Kapitulation, ein Zeichen dafür, dass sie sich Adriana beugte. Sie wusste nur, dass sie vor einem Aktenschrank kniete und jedes Stück Papier, das Adriana ihr hingeworfen hatte, sorgfältig abheftete, wie eine brave persönliche Assistentin.

"Eigentlich sollte ich die neue Chefredakteurin sein." dachte sie. Überraschenderweise empfand sie keinen wirklichen Ärger. Sie fühlte überhaupt nichts. Sie fühlte nur eine Art lösende Gelassenheit. Miriam fand fast Gefallen an der einfachen Arbeit, die sie gerade verrichtete.

Als sie fertig war, schaute sie auf die Uhr und stellte fest, dass sie viel zu lange geblieben war. Aber das störte sie nicht sonderlich. Sie holte ihre Handtasche und fuhr nach Hause.

Sie bemerkte nicht einmal das fremde Auto, das vor ihrem Haus parkte. Erschöpft warf sie ihre Sachen auf den Küchentisch und machte sich auf den Weg ins Schlafzimmer. Vincent sollte bereits zu Hause sein, vielleicht konnte er ihr eine Rückenmassage geben. Als sie in den Flur vor ihrem Schlafzimmer einbog, erstarrte sie jedoch.

Aus dem Schlafzimmer ertönten gedämpfte Geräusche. Die Tür war geschlossen. Sie konnte deutlich eine Frauenstimme hören. Es hörte sich an, wie in einem Porno.

Vorsichtig setzte sie einen Fuß vor den anderen und verringerte den Abstand zwischen sich und der Tür. Die Geräusche wurden deutlicher. Miriam konnte nicht denken, wie von selbst näherte sie sich der Tür. Vorsichtig legte sie ihre Hand auf die Türklinke und drückte sie.

"Was...", schaffte sie gerade noch herauszubringen und stand fassungslos da.

Vincent lag auf dem Rücken, nackt, mit dem Kopf zur Tür. Adriana saß auf ihm, ritt ihn, ebenfalls nackt, mit dem Gesicht zu Miriam. Sie sah nackt genauso umwerfend aus, wie Miriam befürchtet hatte. So heiß, kurvenreich, mit breiten Hüften und einem großen, runden Hintern. Sie genoss den Anblick ihrer natürlichen großen Brüste, die völlig frei herabhingen, ohne dass ein BH sie hielt, und staunte über deren Größe und ausladende Form.

Adriana fickte Vincent weiter, trotz Miriams Anwesenheit. Das Geräusch des Aufeinandertreffens von Haut auf Haut war laut, lauter als alles, was sie und Vincent je gemeinsam veranstaltet hatten. Sie konnte sehen, wie Adrianas großer Arsch gegen Vincents Unterleib klatschte und bei jeder Bewegung wie wild wackelte. Vincents Hände lagen auf Adriana, kneteten sie und wanderten überall hin, von Adrianas Arsch zu ihren Schenkeln, zu ihrem Bauch und ihren Brüsten und zurück zu ihrem Arsch.

Adriana sah Miriam an und warf ihr einen verächtlichen Blick zu. "So fickt eine richtige Frau ihren Mann", erklärte sie.

Miriam schüttelte den Kopf und wusste nicht, was sie sagen sollte. Schließlich entschuldigte sie sich sogar. "Es tut mir leid", sagte sie und wollte schon gehen.

"Nein", befahl Adriana. "Du gehst nirgendwo hin. Mach die Tür zu und sieh zu."

Inzwischen hatte Vincent die Ankunft seiner Frau bemerkt. Er schaute von seiner Position aus zu Miriam hinauf. Er machte jedoch keine Anstalten, seine Geliebte von sich zu stoßen. "Es tut mir leid, Miriam", sagte er. "Sie hat mich dazu gezwungen..."

Miriam konnte nicht glauben, was sie da sah und hörte. Sie hatte ihren Mann beim Sex mit einer anderen Frau erwischt, und die beiden hörten nicht auf. Sie machten einfach weiter, direkt vor ihren Augen.

Wie ein Geist ging sie zu einem Stuhl, der an der Wand stand, und setzte sich darauf. Sie saß auf dem Stuhl, wie ein Schulmädchen, das auf seine Bestrafung wartete, und sah zu.

Das Erste, was ihr auffiel, war, wie Adriana Vincents ganzen Schwanz in sich aufnahm, während sie ihn ritt. Sie hatte nicht geglaubt, dass das überhaupt möglich war. Sie war sich auch der Position bewusst, in der die beiden fickten. Miriam ritt Vincent nie. Kein Wunder, dass ihr Mann so aussah, als hätte er den Spaß seines Lebens.

Adriana griff unter ihre beiden Brüste, hob sie an und ließ sie fallen, um mit ihnen vor Miriam anzugeben. Ihre Brüste waren nur Körbchengröße A, quasi Mückenstiche. Sie beobachtete, wie Vincents Hände nach oben wanderten und Adrianas riesige Titten packten und in ihre dicken, braunen Brustwarzen kniffen.

Die ganze Zeit über ritt Adriana ihren Mann weiter und ließ ihre Hüften kreisen. Sie konnte sich bewegen, wie es Miriam nie gekonnt hätte. Sie hielt ihren Oberkörper ruhig und gerade, und ihr Hintern bewegte sich auf und ab. Miriam konnte hören, wie ihre Möse an Vincents Schwanz auf und ab glitt, und sie hatte das dringende Bedürfnis, aufzustehen und sich anzusehen, wie das ganze aus einem anderen Blickwinkel aussah.

Sie blieb jedoch sitzen, wo sie war. Sie wollte Adriana nicht wütend machen. Das war schon in der Schule immer ihre Hauptsorge gewesen. Es war nicht so schlimm gewesen, gehänselt zu werden, solange Adriana nur ihren Spaß hatte. Wenn sie aber wütend wurde, konnte es ein wahrer Albtraum werden. Sie erinnerte sich an das eine Mal, als Adriana ihr Superkleber auf den Kopf geschüttet hatte und sie sich ein großes Stück ihrer Haare hatte abschneiden lassen musste. Natürlich wurde sie daraufhin von allen anderen Mädchen verspottet.

Jetzt sah sie zu, wie dieselbe Frau ihrem Mann die beste Zeit seines Lebens schenkte. Miriams Augen wurden feucht. Aber auch ihre Pussy wurde feucht. Was war denn nur los mit ihr?

Wie war es möglich, dass sie so gegensätzliche Gefühle zur gleichen Zeit empfand? Warum war sie so erbärmlich, dass sie das hier einfach geschehen ließ? Sie wollte sich selbst anfassen, aber tat es nicht. Sie würde auf keinen Fall zulassen, dass Adriana sah, wie ihr diese Situation in irgendeiner Weise Vergnügen bereitete.

Adriana beobachtete sie. Sie fickte ihren Mann, aber sie beobachtete sie. Miriam wollte sich in ihrem Sitz zusammenrollen. Sie hasste diese Frau. Sie hasste sie aus tiefstem Herzen. Aber sie hatte das Gefühl, Adriana könnte durch sie hindurch sehen, in ihre Seele, unter ihren Rock, und sehen, wie feucht und erregt sie war.

Miriam beobachtete, wie Adrianas Gesicht plötzlich rot wurde. "Oh Gott, ja", wimmerte sie und keuchte schwer. "Ich komme gleich..." Sie verkrampfte sich, ihre Bewegungen wurden unbeholfener und unregelmäßiger, ihr Rücken krümmte sich, die Muskeln ihres straffen Körpers spannten sich an. Sie warf den Kopf zurück und sah aus, als wolle sie die Augen schließen, während sie ihren Orgasmus erlebte, aber stattdessen hielt sie ihren Blick fest auf Miriam gerichtet.

Es hatte etwas Magisches, Adriana beim Orgasmus zuzusehen. Wenn Miriam kam, sah es einfach komisch aus. Wenn Adriana aber kam, sah sie aus wie eine Art himmlische Göttin in menschlicher Form. Ihre Schenkel spreizten sich, sodass Miriam sehen konnte, wie sich ihre Schamlippen um Vincents dicken Schwanz spannten, und sie sah auch, wie ein Spritzer von Adriana ausging und Vincents Intimbereich verschmierte.

Zur gleichen Zeit kam auch ihr Mann. Sie kannte die Zeichen. Er spannte seinen Körper an, packte Adriana fest an ihrem Hintern, zuckte mit den Hüften und unterdrückte ein Stöhnen. Sie konnte sich bildlich vorstellen, wie seine großen Eier arbeiteten und das Sperma tief in Adriana pumpten.

Miriam erschauderte auf einmal. Daran hatte sie noch gar nicht gedacht. Vincent trug kein Kondom. Einen Moment lang überlegte sie, ob Adriana überhaupt die Pille nahm.

Dann war es vorbei und Adriana saß schwer atmend auf ihrem Vincent. "Miriam", sagte sie schließlich. "Komm doch mal her."

***

Ohne zu protestieren, stand Miriam auf und ging zu ihr hinüber. Ihr Herz pochte in ihrer Brust. Sie hatte keine Ahnung, was passieren würde. Sie stand neben dem Bett, direkt neben Adriana. Miriam konnte die Gänsehaut auf ihrer gebräunten Haut sehen. Sie konnte den Sex riechen.

"Mach deinen Mann sauber", wies Adriana sie an, und stieg von Vincent ab. Adriana zog ihre Möse mit einem hörbaren Schmatzen vom Schwanz ihres Mannes, es kam ihr fast so vor als ob ihre Schamlippen ihn nicht freigeben wollten. Ihre Pussy triefte nur so von Vincents Sperma, und das Sperma tropfte aus ihr heraus direkt auf Vincents Schwanz.

Sie schaute auf den halb erigierten Schwanz ihres Mannes hinunter. Er war von Adrianas und Vincents Körpersäften getränkt. Miriam hielt inne, schaute von dem Schwanz zu Adriana, zu ihrem Mann und wieder zurück zu Vincents Schwanz. Was tat sie hier? Sie war nicht lesbisch. Sie war nicht einmal bisexuell. Miriam wollte bestimmt nicht Adrianas Säfte auflecken.

Aber warum musste Adriana sie dann überhaupt nicht drängen? Widerstandslos krabbelte Miriam auf das Bett, ihr Gesicht war über Vincents Schwanz. Der Duft war berauschend. Sie griff nach seinem Glied, das dick und glitschig in ihrer kleinen Hand lag, und schlang ihre Lippen um die Eichel. Sie hätte dahinschmelzen können. Sie genoss den Geschmack, den Geruch. Vincents Schwanz hatte noch nie so geschmeckt. Nur eine Sache war neu: Er war mit Adrianas Fotzensaft getränkt.

Vincent sah überrascht zu, wie seine Frau ihm mit mehr Elan blies, als sie es je zuvor getan hatte. Sein Penis war nach seinem Orgasmus überempfindlich, und er zuckte immer wieder entweder aus Geilheit oder aus leichtem Schmerz zusammen. Miriam blies ihm fast schon verzweifelt. Sie stopfte sich so viel von seinem Schwanz in den Mund, wie sie nur konnte, und als sie an ihre Grenzen stieß, stoppte sie ihren Blowjob und leckte und saugte eifrig an Vincents Penis. Sie genoss diesen neuen und aufregenden Geschmack. Sie stöhnte leise und war von sich selbst überrascht. Sie bewegte sich abwärts zu Vincents Eiern, leckte an ihnen, nahm eines von ihnen in den Mund und saugte kräftig daran, dann saugte sie am anderen. Sie versuchte, beide gleichzeitig in ihren Mund zu nehmen, aber es gelang ihr nicht.

"Wie schmecke ich?", fragte Adriana, die einfach nur dastand und belustigt Miriam beobachtete.

Miriam stoppte, schloss die Augen und legte ihren Kopf auf den Schwanz ihres Mannes. Sie stöhnte. Sie wollte nicht antworten oder Adriana auch nur irgendwie zur Kenntnis nehmen.

"Du kannst dich jetzt selbst befriedigen", sagte Adriana dann.

Miriam folgte dieser Aufforderung sofort. Sie hob ihren Rock an und begann, ihren Kitzler heftig zu massieren. Sie hielt ihre Augen geschlossen. Sie schämte sich so sehr. Sie wollte weder Adriana noch Vincent ansehen. Sie kniete einfach neben ihrem Mann auf dem Bett und bearbeitete ihre Möse. Sie hörte, wie sie sich küssten, und öffnete die Augen. Vincent und Adriana knutschten heftig. Adriana schob ihre lange Zunge in den Mund ihres Mannes.

"Oh Ja...", schrie Miriam, als sie auf ihre Finger kam. Der Orgasmus war intensiv, fast schmerzhaft, und dauerte mehrere Sekunden an. Die ganze Zeit über beobachtete sie die Knutscherei. Es fühlte sich so gut an und tat doch gleichzeitig so weh.

Als es vorbei war, fiel sie auf die Seite und rollte sich zusammen. Scham überkam sie. Schuldgefühle. Selbsthass. Es war, als würde sie erst jetzt begreifen, was gerade passiert war.

Sie stand auf. "Ich gehe duschen", erklärte sie. Aber sie erhielt keine Antwort. Sie warf den beiden Liebenden einen letzten Blick zu und beobachtete, wie Adriana wieder auf Vincent stieg und sein Schwanz bei ihrer Berührung sofort wieder hart wurde. Miriam drehte sich um und schloss die Schlafzimmertür hinter sich.

***

Am nächsten Tag konnte sich Miriam nicht mehr an viel erinnern, aber sie wusste, dass Adriana tatsächlich bei ihnen übernachtet hatte und am nächsten Morgen früh gegangen war. Sie wusste, dass Adriana mit Vincent in ihrem Bett geschlafen hatte, während sie auf der Couch im Wohnzimmer geschlafen hatte. Und sie wusste, dass sie eingeschlafen war, während sie den beiden beim Sex zugehört hatte.

Es war ein schöner Tag. Es war gerade Mittagspause, es wehte eine kühle Brise und die Sonne strahlte. Sie saßen in einem Straßencafé und aßen zu Mittag. Miriams Sandwich war kaum angerührt, aber Adriana, die ihr gegenüber saß, aß mit Begeisterung ihr Mittagessen.

"Ich bin sicher, dass du sehr verwirrt sein musst", sagte Adriana zwischen zwei Bissen. Selbst ihr beim Essen zuzuschauen, machte sie nervös. "Ich meine, du hasst mich doch, nicht wahr?"

"Ja", sagte Miriam tonlos.

"Ich kann es dir nicht verdenken. Ich habe dich schließlich ziemlich gemobbt, damals zu unserer Schulzeit. Und gerade wenn du denkst, dass du mich für immer los bist, tauche ich in deinem Job auf und stehle dir die Show. Ich meine, du musst mich wirklich hassen."

"Das tue ich", sagte Miriam.

"Und doch erregt dich die Vorstellung, dass ich mit deinem Mann Sex habe, nicht wahr?"

Miriam hielt einen Moment lang inne. Sie konnte es nicht verbergen. Aber sie konnte es noch immer nicht aussprechen. Also nickte sie einfach.

"Und du bist verwirrt, warum das so ist, nicht wahr?"

"Irgendetwas stimmt nicht mit mir", sagte Miriam.

"Das mag sein", sagte Adriana. "Aber das hier ist etwas ganz Normales, etwas Wunderschönes, kleine Miri. Du bist eine Cuckquean."

"Eine Cuckquean?"

"Ja, eine Cuckquean. Wie kann ich dir das am besten erklären? Eine Cuckquean ist die weibliche Version eines Cuckolds, könnte man sagen. Weißt du, was ein Cuckold ist?"

"Ein Mann, der betrogen wird?", fragte Miriam.

"Technisch gesehen, ja, aber es ist so viel mehr als das. Es ist ein ganzer Fetisch, eine ganze eigene Welt. Diese Männer haben ein sexuelles Vergnügen bei der Vorstellung, dass ihre Frau oder Freundin sie betrügt, und zwar mit besseren Männern. Sie wissen, dass sie sexuell unzulänglich sind, dass sie nicht gut genug für ihre wunderbare Frau sind, also ermutigen sie jene, Sex mit anderen Männern zu haben. Kommt dir das bekannt vor?"

"Es ist... ein Fetisch?"

"Aber, natürlich. Was glaubst du denn, woher ich so viel darüber weiß?"

"Das heißt also... dass es andere Frauen gibt, die so sind wie ich?"

Adriana lächelte. "Die männliche Version ist viel häufiger. Aber es gibt andere Frauen, die so sind wie du."

"Aber ich bin hetero", erwiderte Miriam. "Ich bin nicht lesbisch, ich bin nicht einmal bi. Warum sollte ich so etwas wollen?"

Adriana schüttelte den Kopf. "Ach, Miri, du verstehst es nicht. Es geht nicht so sehr darum, dass du in mich verliebt bist oder so. Manche Frauen mögen die direkte Beziehung zu ihrem Cuckcake - oh, so werden Personen wie ich übrigens genannt, ist das nicht ein wunderbarer Name? Aber für viele Frauen geht es nicht um sexuelle Anziehung zu einer Person des gleichen Geschlechts. Es geht um Macht."

"Macht?"

"Ja, genau. Es geht darum, dass du die Macht oder Kontrolle abgibst, und es geht darum, dass ich sie dir wegnehme. Es geht darum, dass ich dir deine Entscheidungen abnehme, dass du sie bereitwillig aufgibst und dich mir unterordnest. Du hast dein ganzes Leben lang gewusst, dass du nicht gut genug bist, und es gab immer so viel Druck, irgendwelchen Erwartungen gerecht zu werden. Aber jetzt gibt es keinen Druck mehr. Nichts wird von dir erwartet. In deiner Unterwerfung findest du Freiheit. Du empfindest Befriedigung, wenn du dich deinen Besseren unterwirfst, und diese Befriedigung äußert sich in Form von sexueller Erregung. Deshalb hast du die ganze Woche auf der Firmentoilette masturbiert."

Miriam wurde rot und nahm die vorbeilaufenden Leute auf der Straße deutlich wahr. "Aber es tut auch weh", sagte sie mit leiser Stimme. "Es macht mich zwar geil, aber ich schäme mich auch so und fühle mich armselig."

"Völlig normal", sagte Adriana und nahm einen weiteren Biss von ihrem Sandwich. "Man nennt dieses Phänomen 'Cuckold-Angst'. Cuckqueans können sie genauso bekommen wie Cuckolds. Am besten ist es, wenn du sie akzeptierst. Es ist emotionaler Masochismus. Es tut weh, aber du magst es, wenn es weh tut. Es macht dich an, wenn du erniedrigst wirst."

Miriam saß lange Zeit still und dachte über Adrianas Worte nach. Was sie sagte, ergab Sinn. Alles, was sie gesagte hatte, traf auf sie zu.

"Ich weiß nicht, warum du so bist", sagte Adriana. "Vielleicht habe ich dich in der Schule so sehr gemobbt, dass sich dein Gehirn neu vernetzt hat. Das Gehirn passt sich an, weißt du. Als es so viel Schmerz empfand, hat es sich so umprogrammiert, dass es diesen Schmerz als Vergnügen empfindet, um zu überleben." Adriana hielt inne und lächelte. "In gewisser Weise habe ich dich also kreiert, nicht wahr?"

Miriam runzelte die Stirn. "Und was jetzt?"

"Nun, wir entwickeln unsere Beziehung weiter. Ich werde weiterhin Sex mit deinem Mann haben. Ich möchte, dass du den Sex mit ihm auf ein Minimum einschränkst, wenn ich nicht da bin. Ich schlafe bei dir, wann immer ich will, und du schläfst auf der Couch, wenn ich euch besuchen komme, verstanden?"

"Okay", sagte Miriam und hatte das Gefühl, von einem reißenden Fluss mitgerissen zu werden, ohne dass sie sich wirklich wehrte.

"Es wird nicht nur Sex sein", fuhr Adriana fort. "Vincent und ich werden auch zusammen auf Dates gehen. Romantische Abende bei Kerzenschein, das ganze Programm. Ich werde ihm auch beibringen müssen, wie er mit dir umzugehen hat. Seine Rolle ist bei all dem natürlich wichtig. Die Dinge werden mit der Zeit immer intensiver werden, und du wirst als Person wachsen. Es wird sich nicht einmal alles um Vincent und Sex drehen. Bei der Arbeit erwarte ich, dass du mir zur Hand gehst, wie du es in letzter Zeit schon getan hast. Ich werde die Chefredakteurin sein, nicht du. Verstanden?"

"Ja", murmelte Miriam.

Adriana hielt inne und legte den Kopf schief. Sie lehnte sich nahe an Miriam heran und legte ihre Hand auf die ihre. Ihr Herz hüpfte wie wild. "Miri, Liebling", sagte Adriana ruhig. "So sagt man das nicht."

"Wie?", fragte Miriam und kam sich dumm vor.

"Es heißt: 'Ja, Madame'. Versuch es noch einmal."

Miriam spürte, wie ihr Gesicht rot wurde. Sie schaute sich um. "Ja, Madame."

"Braves Mädchen", sagte Adriana, lächelte und lehnte sich in ihrem Stuhl zurück. "Du hasst mich, aber trotzdem liebst du das alles hier. Du bist sogar jetzt feucht, nicht wahr? Genau hier im Café, vor all den netten Leuten, die hier ihr Mittagessen essen."

Miriam bemerkte, dass es stimmte. Sie war erregt, ohne sich dessen bis gerade wirklich bewusst gewesen war. "Ja, Madame", antwortete sie einfach.

Adriana lächelte breit. "Oh, kleine Miri, dein Leben wird sich verändern, und es wird nie wieder so sein wie früher. Aber wir werden so viel Spaß zusammen haben, warte nur ab."

Miriam saß nur da, während Adriana ihr Sandwich aufaß. Sie sah auf ihr halb aufgegessenes Sandwich hinunter. Zum ersten Mal seit langer Zeit lächelte sie. Ich bin eine Cuckquean, dachte sie, und endlich ergab die Welt einen Sinn.