|
Finjas Mann Clemens hatte Karriere gemacht und seine Firma wollte ihn als
Geschäftsführer einer Tochterfirma weit weg ins Ausland schicken. Sie
war Anfang dreißig, er um die vierzig und sie liebte ihn sehr. Dass sie
ihn für längere Zeit nicht mehr bei sich hatte, machte ihr Sorgen. Nach
dem Auslandsaufenthalt würde er wieder zurückkommen und die
Karriereleiter weiter emporklettern. Ihn für längere Zeit zu begleiten,
hätte ihre eigene Karriere zum Stillstand gebracht. Sie würden sich also
lange Zeit nicht sehen und es war klar, dass sie über ihr gemeinsames
Sexleben, das nun jäh unterbrochen würde, reden mussten.
"Du hast es gut, du kannst in ein Bordell gehen", hatte sie in seinen
Armen liegend zu Clemens gesagt. "Ich erlaube es dir."
"Aber das will ich doch gar nicht", hatte er wenig überzeugend erklärt.
"Red nicht", war sie ihm über den Mund gefahren. "Das ist immer noch
besser, als dass du dir eine feste Geliebte zulegst."
"Ja, vielleicht", tat Clemens so, als müsste er sich die Sache noch
überlegen.
Dabei stand sein Entschluss längst fest. Er würde auf die Piste gehen,
so wie früher. Seine Frau würde weit weg sein, warum sollte er nicht mal
wieder so richtig die Sau rauslassen? Ein wenig Abwechslung würde seiner
Ehe nur guttun, danach wäre er auch wieder treu. Ganz bestimmt.
"Aber was ist mit dir?", fragte er der Form halber seine Frau.
"Ein Jahr ohne dich halte ich kaum aus", stöhnte die und küsste ihn.
"Du meinst ein Jahr ohne Sex?", grinste Clemens, der sich über seine
Frau nicht beklagen konnte.
Im Gegensatz zu den üblichen Vorurteilen, dass sich Karriere und Lust
gegenseitig ausschließen, lebte Finja nach dem Motto, dass ihr die
Entspannung nach einem anstrengenden Tag guttat. Besser jedenfalls als
joggen oder in die Glotze schauen. So kam es, dass sie selbst nach acht
Jahren Ehe immer noch jeden zweiten Tag zusammen in die Kiste stiegen.
Es kam dabei nicht jedes Mal zur Vereinigung, Petting oder Oralverkehr
standen ebenso auf dem Programm. Ab und zu masturbierten sie auch mal
zusammen, je nachdem, worauf sie gerade Lust hatten.
"Spinner", erwiderte seine Frau, "schließlich kann ich es mir immer noch
selbst machen. Das verlernt man schließlich nicht."
"Stimmt. Ich schaue dir immer wieder gerne zu dabei."
"Oder wir nutzen einen Videochat."
"Bloß nicht", schreckte Clemens auf. "Ich weiß nicht, was die alles
überwachen, aber das könnte tierisch in die Hose gehen."
"Scheiße. Du wirst mir fehlen. Ein Jahr Selbstbefriedigung, das ist
nicht gerade erfüllend. Ich brauche deinen Schwanz."
"Meinen oder einen?", fragte Clemens und versuchte ein möglichst
neutrales Gesicht zu machen.
"Was soll das denn heißen?", tat sie entrüstet.
Clemens sprach ein Thema an, über das sie auch schon nachgedacht hatte.
Der Gedanke an einen Hausfreund hatte etwas. Nur wer?
"Na ja, vielleicht solltest du ebenso in ein Bordell gehen. Es soll da
auch Angebote für Frauen geben."
"Unsinn. Ich will nicht dauernd einen anderen vögeln. Da kann ich mich
auch gleich im Swingerclub anmelden."
"Auch eine Idee", fand Clemens den Gedanken gar nicht so schlecht.
Wieder daheim würde er dann die Frauen der Männer durchvögeln, die seine
Frau gefickt hatten.
"Kommt nicht infrage", lehnte Finja jedoch strickt ab. "Stell dir mal
vor, ich treffe da jemanden, den wir kennen. Meinen Chef zum Beispiel."
"Oder seine Frau", lachte Clemens.
"Oder einen meiner Mitarbeiter", spann Finja den Faden weiter. "Nein,
auf keinen Fall."
"Es war eh nur ein dummer Gedanke", machte Clemens einen Rückzieher.
Wieso sollte seine Frau eigentlich die gleichen Freiheiten haben wie er?
"Ich mag sowieso keine Konkurrenz."
"Hallo? Warum eigentlich nicht?", sinnierte seine Frau jedoch, die ihre
Felle nicht so ohne weiteres aufgeben wollte. "Was hältst du von einem
auf Zeit? Einer, der genau weiß, dass seine Dienste mit deiner Rückkehr
beendet sind. Ein Callboy."
Sie übersah dabei völlig, ihrem Mann genau diese Version nicht zu
gönnen.
"Immer der gleiche Callboy also?", versuchte Clemens die Gedankengänge
seiner Frau nachzuvollziehen.
"Nein, das auch wieder nicht. Ich habe keine Lust, dafür, dass er Spaß
mit mir hat, auch noch zu zahlen. Callboy ist vielleicht der falsche
Ausdruck. Dein Bruder zum Beispiel ..."
"Bist du verrückt? Die Pfeife kannst du dir abschminken!"
"War ja nur so ein Gedanke", beruhigte ihn seine Frau. "Weil
andererseits, na so einen ganz Fremden, den möchte ich auch nicht. Wie
wäre es mit jemandem aus unserem Bekanntenkreis? Einem, dem wir
vertrauen?"
"Ach du meine Güte. Da fällt mir nun wirklich niemand ein."
Und ganz nebenbei - wieso musste Frau den vorher kennen? Ihm wäre es
völlig egal, welches Huhn ihm vor die Flinte kam.
"Jetzt stell dich nicht so an", unterbrach Finja seine Gedanken. "Ich
sehe doch, wie du deren Frauen anflirtest. Ich mache es halt umgekehrt."
"Ich flirte, du willst vögeln. Das ist ja wohl ein kleiner Unterschied."
"Och, die paar Zentimeter", grinste seine Frau. "Wie wäre es mit Erwin?"
Plötzlich hatte sie Spaß daran, ihren Mann ein wenig zu foppen. Um ihm
zu zeigen, dass sie es nicht ernst meinte, begann sie seine Nüsse zu
kraulen.
"Der kleine Dicke? Spinnst du?"
"Er hat schon lange ein Auge auf mich geworfen. Und sein After Shave
riecht gut."
"Ja dann", gab Clemens scheinbar seine Zustimmung. "Du musst es ja
wissen."
"Vielleicht wäre Rainer doch die bessere Wahl", brachte Finja einen
weiteren Namen ins Spiel.
"Zu unbeständig", schüttelte Clemens den Kopf. "Der war schon dreimal
verheiratet. Bei dem holst du dir noch etwas."
"Blödmann. Der hat wenigstens Erfahrung."
"Oder auch nicht. Vielleicht haben sich die Frauen ja von ihm getrennt,
weil er im Bett eine Niete ist."
"Auch eine Möglichkeit. Bliebe noch Selim."
"Der Türke? Zu jung. Außerdem beschnitten."
"Na und? Ich hatte noch nie einen beschnittenen Mann. Vielleicht ist es
ja anders mit ohne Vorhaut?"
"Keine Ahnung", gab Clemens zu. "Ich selbst finde es jedenfalls sehr
unangenehm, wenn ich mit zurückgezogener Vorhaut herumlaufe. Die
Unterhose scheuert."
"Da ich da noch nie von gehört habe, gewöhnt man sich vermutlich daran",
erwiderte Finja. "Außerdem meinte ich mehr den Akt selbst."
"Beziehungsweise das Blasen", grinste Clemens. "Schon gut, ich verstehe
dein Interesse, aber ist Selim nicht wirklich ein wenig jung? Der ist
gerade mal Anfang zwanzig und du bist ..."
"In den besten Jahren, wolltest du doch sagen, oder?"
"Natürlich, was sonst?"
"Ich gebe zu, du hast recht. Was soll ich mit einem Anfänger?"
Finja hatte keine Ahnung, wie sehr sie ins Schwarze getroffen hatte.
Selim war aus gewissen Gründen noch männliche Jungfrau, aber dazu
später.
"Sonst fällt mir niemand mehr ein", sinnierte Clemens. "Es ist gar nicht
so einfach, jemanden zu finden, dem ich meine Frau anvertrauen würde."
"Also doch Handbetrieb", seufzte Finja. "Dann weißt du ja, was du mir
zum Geburtstag schenken kannst. Ein Dildosortiment in allen Größen und
Farben."
Sie hatte noch aus einem anderen Grund geseufzt. Sie war sich nicht
sicher, wie sie Clemens letzte Bemerkung einordnen sollte. 'Meine Frau
anvertrauen.' Wie sich das anhörte. Wollte er sie loswerden? Freie Bahn
haben für eine asiatische Geliebte? Oder war es wirklich Liebe ohne
Eifersucht, nur auf ihre Bedürfnisse bedacht? Wie waren sie überhaupt in
diese Diskussion geraten? Ihre Bemerkung, ein Jahr Selbstbefriedigung
wäre nicht auszuhalten, war doch eher flapsig gemeint gewesen. Da hatte
sie schon längere Trockenperioden durchgehalten. Wieso hatte Clemens sie
ernst genommen? Ein kleines Körnchen Zweifel war gesät.
Doch zunächst sah es so aus, als würde er wirklich nur und allein auf
ihr Wohlergehen bedacht sein. In den Wochen vor seiner Abreise schleppte
er ein Sexspielzeug nach dem anderen an und probierte es mit ihr aus.
Sie hatten eine Menge Spaß dabei, das musste selbst Finja zugeben, auch
wenn sie sich vornahm, das eine oder andere sofort auszusortieren.
Geschmäcker waren halt verschieden und mit dem Analplug zum Beispiel
konnte sie so gar nichts anfangen. Clemens hatte es zwar lustig
gefunden, sie mit dem Ding im Hintern zu bumsen, doch ihr hatte es außer
einem unangenehmen Gefühl nichts gebracht. Doch seine Euphorie zu
bremsen hatte sie sich nicht getraut und mitgespielt. Ein paar der
Dildos waren schlicht zu klein oder zu dick, auch die würde sie nach
seiner Abreise der Altkleidersammlung zuführen. Sollte sich doch jemand
anderes damit amüsieren.
Schließlich war es so weit, sie war allein. Sie telefonierten täglich
miteinander und eines Tages hatte Clemens zugegeben, sich ein
Straßenmädchen ins Hotelbett geholt zu haben. Wie abgesprochen, hatte er
ihr ausführlich davon berichtet, ja sogar, dass er ziemlich schnell
abgespritzt hatte. Er sei halt durch die lange Abstinenz ziemlich geil
gewesen und das Mädchen hätte einen guten Job gemacht. Auf Finjas
Nachfrage, was er denn damit meinte, hatte er geantwortet, dass sie ihm
einen geblasen hätte. Zu mehr sei er gar nicht mehr gekommen, aber er
hätte schon einen Termin mit ihr ausgemacht, an dem sie richtig vögeln
würden.
Finja hatte größere Probleme damit, als sie zugeben wollte und spielte
ihm am Telefon einen Orgasmus vor. Zweimal die gleiche war so nicht
abgemacht. Dass Clemens ihr ein Bild schickte, machte die Sache nicht
besser. Die Dirne war jung, jünger als sie selbst und hatte stramme
Titten. Klein zwar, aber verdammt geil anzusehen. Sie lächelte lasziv in
die Kamera und Finja hasste sie auf den ersten Blick. Beim nächsten Mal
schickte er ihr ein anderes Bild, eine andere Frau, noch jünger und
hübscher. Verflucht, was dachte sich Clemens dabei? Konnte er nicht eine
alte Schabracke aufnehmen und behaupten, jüngere gäbe es auf dem
Sklavenmarkt nicht?
Nach drei Monaten hatte Finja genug und ihm erklärt, er möge die Fotos
für sich behalten. Ihretwegen als Andenken, aber sie hätte jetzt genug
von jungen hübschen Asiatinnen. Sie würde ihm den Spaß ja gönnen, fände
es aber an der Zeit, selbst mal wieder Frischfleisch zwischen ihren
Beinen zu spüren. Clemens war zunächst etwas pikiert gewesen, ob ihr die
Spielzeuge nicht mehr reichen würden? Nein, tun sie nicht, hatte sie
geantwortet und aufgelegt. Natürlich war sie nicht gleich losgezogen und
hatte sich in der nächsten Kneipe einen Stecher aufgerissen. Das war
nicht ihre Art. Aber sie hatte begonnen, sich umzuschauen, hatte wie
früher auf die Signale geachtet, die interessierte Männer ausstrahlten.
Zunächst war niemand dabei gewesen, der ihr eigenes Interesse geweckt
hätte. Doch dann war sie samstags beim Einkaufen einem jungen Mann in
die Hacken gefahren, der sich erbost umgedreht hatte.
"Selim? Bist du es?"
Er war es.
"Wie geht es deiner Frau?"
"Welche Frau?", hatte er unglücklich geantwortet und man war ins
Gespräch gekommen.
Für die ganze Geschichte hatten sie sich am Nachmittag in einem Café
verabredet. Es stellte sich nicht nur heraus, dass seine Hochzeit ins
Wasser gefallen war, sondern noch einiges mehr. Selim hatte jemanden
gefunden, dem er seinen Frust erzählen konnte und nutzte das weidlich
aus.
"Eine arrangierte Hochzeit?", hakte Finja ungläubig nach. "Das gibt es
noch?"
"Natürlich", hatte er erstaunt geantwortet. "Außerdem ist sie ja nur
halb arrangiert. Wir hätten beide ablehnen können, fanden aber Gefallen
aneinander."
"Aber du kennst die Frau doch gar nicht. Habt ihr euch denn wenigstens
mal geküsst?"
"Klar", strahle Selim. "Sie hat einen wundervollen, weichen Körper."
"Also habt ihr doch miteinander geschlafen", schloss Finja aus der
Bemerkung.
"Wo denkst du hin?", antwortete Selim jedoch entrüstet.
Er hatte seine Zukünftige ein paarmal geküsst und umarmt, das war alles.
Finja konnte es kaum glauben und verabredete sich für die Folgewoche
erneut mit Selim. Sie war neugierig geworden, obwohl sie Selim immer
noch nicht in die engere Wahl gezogen hatte. Er sah recht gut aus,
erschien ihr jedoch viel zu jung. Diesmal erzählte er, dass seine Frau
ihm schon mit vierzehn versprochen worden war, da wäre er zwanzig
gewesen. Sie hätten warten müssen, bis zu ihrem achtzehnten Geburtstag
und just da sei ihnen etwas dazwischengekommen. Jetzt sei sie neunzehn
und bis es endlich so weit sei, vermutlich zwanzig.
"Und immer noch Jungfrau", entfuhr es Finja.
"Selbstverständlich", antwortete Selim bestimmt.
"Was ist daran selbstverständlich?", kam Ärger in Finja hoch. "Ich war
es jedenfalls nicht mehr."
Es ging ihn zwar nichts an, aber jetzt war es einmal herausgerutscht.
"Ich schon", erwiderte Selim zu ihrer Überraschung.
"Du bist was? Du hast - noch nie?"
Selim schüttelte trotzig seinen Kopf.
"Aber - dir selbst - du machst es dir doch selbst? Oder etwa auch
nicht?"
"Es geht dich zwar nichts an", stellte er nun seinerseits fest, "aber wo
wir schon einmal dabei sind - nein. Ich bin meiner Liebe treu."
"Du bist verrückt. Das ist verrückt."
"Mag sein", erwiderte er. "Können wir jetzt das Thema wechseln? Es ist
nicht meine Art, über Sex so offen zu reden."
Da hatte sie es. Auch wenn Selim in Deutschland geboren war, ein klein
wenig kamen die kulturellen Unterschiede immer noch durch. Obwohl - wenn
sie darüber nachdachte, mit ihren anderen Bekannten redete sie
schließlich auch nicht darüber. Plötzlich wunderte es sie, wie vertraut
sie mit ihm über intime Dinge gesprochen hatte.
"Ja, natürlich", hatte sie daher geantwortet und einen netten Abend mit
ihm verbracht.
Am folgenden Wochenende waren sie tanzen gegangen. Sex war kein Thema
gewesen, aber sie hatte sich wohlgefühlt in seiner Begleitung. Clemens
hatte keine Bilder mehr geschickt und sich auch nicht näher über
aktuelle Beziehungen ausgelassen. Ihr war es inzwischen egal, was ihr
ein wenig Furcht einjagte. Dies hielt sie allerdings nicht davon ab, mit
Selim erneut auszugehen und diesmal sogar einen Blues in seinen Armen zu
wagen. Er brachte sie nach Hause und küsste sie zum Abschied. Scheu und
flüchtig. Finja onanierte daraufhin, diesmal mit ihren Gedanken bei
Selim. Dass er in dieser Nacht einen feuchten Traum hatte, ahnte sie
nicht.
Das nächste Treffen sagte Selim ab. Finja befürchtete schon, dass es aus
sei bevor es angefangen hatte, aber er hatte irgendwelche anderen
Gründe, über die er nicht reden wolle. Die Woche darauf lud er sie in
ein türkisches Restaurant ein. Finja trank etwas zu viel Raki, Selim
blieb nüchtern. Diesmal gingen sie danach tanzen, zu einer Uhrzeit, zu
der sie normalerweise schon im Bett lag. Ihr fielen die Blicke auf, die
man ihnen zuwarf, die alte Schachtel mit dem jungen Lover. Sie ließ sich
nach Hause bringen und diesmal wurde der Abschiedskuss intimer. Finja
spürte die Beule in seiner Hose, hielt ihn auf Abstand und sah in seine
Augen.
"Komm mit rein", flüsterte sie.
"Nein. Ich kann nicht."
"Sei nicht blöd", erwiderte sie und schloss ihre Tür auf. "Was ist, wenn
ich dir nur einen Kaffee anbiete?"
Selim schaute sie misstrauisch an: "Na gut. Einen Kaffee könnte ich
brauchen."
'Na also. Geht doch', dachte sich Finja und platzierte Selim auf ihrer
Couch. Sie ging in die Küche, setzte den Kaffee auf und verschwand kurz
ins Bad. Einen Augenblick überlegte sie, ob sie wirklich das Richtige
tat, doch dann zog sie entschlossen ihr Vorhaben durch. Die paar
Minuten, die das Gebräu brauchte, mussten reichen. Katzenwäsche zwischen
den Beinen, den Lippenstift nachgezogen, Deo unter die Arme, die
Klamotten in die Ecke, den Bademantel an.
"Ich habe es mir etwas bequem gemacht", lächelte sie ihn unschuldig an,
als sie mit dem Tablett ins Wohnzimmer trat.
Dass sich beim Einschenken der Bademantel etwas weiter öffnete, als
schicklich war, war durchaus beabsichtigt. Selim fühlte sich sichtlich
unwohl in seiner Haut, sagte aber nichts. Finja setzte sich ihm
gegenüber und begann ein unverfängliches Gespräch über den schönen
Abend. Mit der Zeit wurde Selim lockerer und Finja spielte ihre nächste
Karte aus. So, als wäre es völlig unbeabsichtigt, stellte sie ihre Füße
auf den Rand ihres Sessels. Selim konnte jetzt ihre nackten Beine sehen,
sonst nichts, aber ihm musste klar sein, wenn sie ihre Schenkel nur ein
wenig spreizen würde, dann müsste er erkennen können, wo die Natur das
Tor zum Paradies platziert hatte. Finja umfasste ihre Knie, plapperte
zwanglos weiter drauflos und tat, als würde sie seine Blicke nicht
bemerken. Für Selim war es unmöglich, seine Augen von ihr abzuwenden.
Seine Antworten wurden immer einsilbiger.
"Möchtest du noch etwas Kaffee?"
Finja musste zweimal fragen, bevor er antwortete. Beim Nachschütten
öffnete sich der Bademantel wie beabsichtigt ein paar Zentimeter weiter
und er konnte ihre Brustwarzen sehen. Unbewusst leckte er seine Lippen.
"Oh, entschuldige", hielt Finja den Stoff mit einer Hand zusammen.
"Allerdings ...?"
Selim sah sie fragend an.
"Ich finde, es wird Zeit", ergänzte Finja ohne zu erklären, wozu es Zeit
wurde.
Das war auch nicht nötig. Mit einer schnellen Bewegung ihres Oberkörpers
ließ sie den Bademantel von den Schultern gleiten. Mit entblößter Brust
saß sie Selim gegenüber und beobachtete seine Reaktion. Er hatte seine
Tasse gerade abstellen wollen und hielt mitten in der Bewegung inne,
unfähig sich zu rühren. Finja stand auf, präsentierte sich in
vollkommener Nacktheit und nahm ihm die Tasse aus der Hand. Sie stellte
sie zurück und kniete sich rechts und links von ihm auf seinen Schoß.
Ohne ein Wort zu sagen hielt sie mit einer Hand ihre linke Brust an
seinen Mund.
Es dauerte einen Moment, dann öffnete Selim seine Lippen und begann an
ihrer Zitze zu lutschen. Finja nahm derweil seine Hände und legte sie
beidseitig auf ihren Hintern. Sie spürte, wie es in ihren Brüsten
kribbelte und ließ ihn an der anderen nuckeln. Selims Unerfahrenheit
ließ ihn vorsichtig agieren, was Finja ausgesprochen gut gefiel.
Schließlich entzog sie sich ihm, rückte ein wenig zurück und öffnete
geschickt seinen Hosenstall. Seinen Dicken herauszuholen bereitete etwas
größere Mühe, aber schließlich hatte sie es geschafft und stülpte ihren
Mund über seine Spitze. Angenehm überrascht stellte sie fest, dass Selim
kaum unangenehm roch. Seine fehlende Vorhaut schien hygienische Vorteile
zu bieten. Finja leckte die Eichel, die gegenüberliegende Seite der
Harnröhre und noch einmal die Eichel. Insgesamt vielleicht 40 oder 50
Sekunden, dann stöhnte Selim auf. Ohne Vorwarnung schoss sein erster
Strahl in ihren Gaumen, der zweite auf die Augen, der dritte in ihre
Haare.
"Okay, meine Schuld", schluckte sie den Saft hinunter. "Ich hätte sagen
müssen, dass du mich warnen sollst."
Selim sagte immer noch nichts, aber dann tat er etwas völlig
Ungewöhnliches. Er küsste zuerst ihre Augen sauber, dann sie auf den
Mund. Der Zungenkuss teilte seine Entladung zwischen ihnen auf. Sie war
überrascht, wie zärtlich er war und bedauerte es sehr, ins Bad gehen zu
müssen, um ihre Frisur auszuspülen. Die Sauerei würde sie angetrocknet
nur noch mit Mühe herauskriegen. Sie beeilte sich so gut es ging, doch
als sie zurückkam war Selim verschwunden. 'Entschuldigung' stand auf dem
Zettel, der auf dem Tisch lag.
Gegen Mittag klingelte es. Finja hatte schlecht geschlafen, sich
Gedanken gemacht, was schiefgelaufen war und, da es Samstag war, den
Wecker ausgestellt. Da sie niemanden erwartete, schaute sie durch den
Türspion. Den Bademantel eng zusammenhaltend öffnete sie.
"Du?"
Mit hochroten Kopf hielt Selim ihr verlegen einen Blumenstrauß hin.
"Ich wusste nicht, was ich machen sollte", stotterte er. "Ich hab etwas
mitgebracht."
Der Inhalt seiner Tüte entpuppte sich als Fladenbrot mit Gemüsesticks
und Dips. Nicht gerade das, was Finja in der Regel frühstückte, aber sie
erkannte den guten Willen an.
"Dann erzähl mal", blickte sie Selim ernst an. "Warum bist du
abgehauen?"
"Es ist nicht richtig", erklärte er. "Du bist verheiratet."
"Stimmt. Und mein Mann ist nicht da. Seit fast einem halben Jahr schon."
"Oh. Das wusste ich nicht."
"Seine Firma. Er arbeitet auf der anderen Seite der Welt. Dort vögelt er
alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist."
"Aber ..."
"Kein aber. Ich zeige dir mal etwas."
Sie holte ihr Smartphone und präsentierte ihm ein paar von Clemens
Bildern. Nur die harmlosen, die aus dem Ordner mit den Oben-ohne-Fotos.
Die Aktbilder und die, wo er seinen Lümmel in fremder Fotze hatte, hielt
sie unter Verschluss. Sie hatte eh nie verstanden, wieso er ihr so etwas
schickte, aber das war halt Clemens. Vielleicht wollte er ihr seine
Ehrlichkeit damit beweisen, dass er nichts zu verbergen hatte. Finja
wäre es lieber gewesen, er hätte dies etwas weniger deutlich gezeigt.
"Du bist nicht eifersüchtig?", fragte er ungläubig.
"Warum sollte ich? Er braucht es, ich brauche es und zusammen können wir
es nicht haben."
"Ich weiß nicht", zweifelte Selim, "meine Verlobte ..."
"Was wäre, wenn sie einen anderen hätte, weil sie nicht warten kann oder
will?"
Selim überlegte eine Weile, bevor er antwortete.
"Ich würde es verstehen. Seit heute Nacht."
"Wirklich?"
"Nein. Ein wenig, vielleicht."
"Bist du gekommen, um mit mir zu schlafen?"
"Ich weiß nicht."
"Du hast Angst, sie zu betrügen, ja?"
"Auch."
"Was noch?"
"Es nicht richtigzumachen. Dich zu enttäuschen."
"Es gibt kein richtig oder falsch. Es gibt nur verpasste Gelegenheiten."
"Was soll ich tun?"
"Nicht fragen. Mach einfach. Dein Instinkt wird dich leiten."
Selim beugte sich vor, streifte Finja den Bademantel von den Schultern,
ganz so, wie sie es einen Tag zuvor getan hatte.
"Eines noch vorweg", stoppte sie ihn. "Das hier ist vorbei, wenn mein
Mann zurückkommt. Klar?"
"Natürlich. Oder wenn mein Mädchen auftaucht."
"So sei es", lächelte Finja und zog seinen Kopf zu ihren Titten.
Er küsste die Nippel, saugte an ihnen, wie er es schon kannte. Dann
stand er auf, zog sich umständlich sein Hemd aus der Hose und machte
seinen Oberkörper frei, bevor er sich die Schuhe auszog. Etwas verlegen
nestelte er an seinem Hosenbund herum, bis Finja ihm half und Hose
mitsamt seiner Boxershorts zu seinen Knien herunterzog. Auch dieses Mal
nahm sie seinen Schniedel in den Mund, doch als er seinen ersten
Lusttropfen absonderte, hörte sie auf ihn zu blasen. Stattdessen legte
sie sich auf den Rücken, spreizte ihre Schenkel.
"Du musst mich nass machen", erklärte sie. "Leck meine Pussy."
Einen Augenblick schaute Selim sie unsicher an, dann beugte er sich
herab. Sie beobachtete, wie er sie nur kurz betrachtete und sich dann
ans Werk machte. Ohne Scheu und überraschend gekonnt leckte er ihre
Spalte, stieß mit der Zunge in die Grotte vor und verwöhnte ihre
Klitoris. Finja gewann den Eindruck, dass es ihm riesigen Spaß machte,
sie mit dem Mund zu befriedigen. Er war nahe daran, sie ungewohnt
schnell über die Klippe zu bringen. Nur eins fehlte noch.
"Wenn du möchtest, kannst du gerne mit den Fingern reingehen", schlug
sie nicht ganz uneigennützig vor.
Sie hatte noch nicht ganz ausgesprochen, da fühlte sie, wie er ihre
Höhle mit mindestens zwei Fingern erkundete.
"Leck mich weiter dabei", flehte sie. "Ich komme gleich."
Keine Minute später war es so weit. Selim verpasste zum ersten Mal einer
Frau einen Höhepunkt. Seine Finger tief in ihrer Muschi bewegte er die
Fingerspitzen so gut wie möglich und leckte dabei über ihren Kitzler.
"Ja, so, ja , so ist gut", rief Finja zuckend.
Auch danach machte Selim alles richtig und stellte seine Tätigkeit nicht
abrupt ein, sondern ließ es langsam ausklingen.
"Du verarschst mich", schaute sie ihn strafend an. "Das war nicht dein
erstes Mal."
"Doch, ganz sicher", widersprach er stolz.
"Dafür warst du verdammt gut", strich sie wohlwollend über seinen Kopf,
dessen Kinn auf ihrer Scham ruhte. "Ich möchte dich jetzt gerne in mir
fühlen."
Finja verzichtete auf weitere Anweisungen. Clemens hätte sie jetzt
sofort genommen, sie heftig von hinten durchgevögelt, ihr einen zweiten
Orgasmus verpasst, bevor sie sich auf ihn gesetzt und ihn gemütlich
geritten hätte. Sie hätte ihrem Mann dabei in die Augen gesehen,
beobachtet, wie weit er war, um dann im rechten Moment selbst Hand an
sich zu legen und wäre dann womöglich zusammen mit ihm gekommen. Ein
eingespieltes Team halt. Doch jetzt war sie gespannt, wie Selim sich
anstellen würde. Frau hat nicht häufig die Gelegenheit, einen Mann bei
seinem ersten Mal zu beobachten. Um genau zu sein, ihre bisherigen
Liebhaber hatten alle schon Erfahrung gehabt und somit war es auch für
sie eine Premiere.
Selim ließ sich die Aufforderung nicht zweimal sagen. Er griff seinen
Harten, legte sich zurecht, setzte an und schloss seine Augen.
Millimeter um Millimeter glitt er in sie hinein, genau auf seine
Empfindungen achtend. Finja musste grinsen, wie konzentriert er zu Werke
ging, bewunderte auf der anderen Seite aber auch seine Disziplin. Dann
begann er sie vorsichtig zu vögeln und blickte sie fragend an.
"Alles in Ordnung", bestätigte Finja. "Du bestimmst den Rhythmus, ich
passe mich an."
Selim behielt zunächst seinen langsamen Takt bei. Offensichtlich wollte
er seine Gefühle genau erkunden, doch es dauerte nicht lange und sein
Schwanz übernahm. Finja sah es an seinem Blick, der sich nicht mehr auf
sie konzentrierte, sondern irgendwie abwesend wirkte, spürte wie er
schneller wurde, versuchte, immer tiefer in sie einzudringen. Sie
lächelte, hielt ihn fest und stemmte ihm ihren Unterleib dagegen. Es
machte Spaß, nach langer Zeit mal wieder so heftig genommen zu werden.
Schließlich hielt Selim es nicht mehr aus, stöhnend den Takt verlierend
stieß er heftig in sie hinein und verströmte sich.
Finja strich dem völlig verausgabten Selim, der sich auf sie gelegt
hatte und heftig atmete, beruhigend über den Rücken. In ihrer Muschi zog
sich sein Schwanz langsam zurück und flutschte schließlich ganz heraus.
"Danke", flüsterte Selim in ihr Ohr und Finja musste lachen.
"Ich hab zu danken", schob sie ihn von sich und reinigte sie beide. "Ich
bin lange nicht mehr so gut gefickt worden."
Was ja irgendwie stimmte.
"Aber du bist nicht gekommen", stellte Selim fest.
"Sehr aufmerksam", lobte Finja, "aber auch nicht schlimm. Du bist jung,
du kannst mit Sicherheit heute noch einmal. Und dann werde ich dir die
Sporen geben, bis du weißt, was es heißt eine alte Schachtel zu vögeln."
"Welche alte Schachtel?", sah Selim sich frech um. "Hast du noch
jemanden eingeladen?" |